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Archiv 2017 Archiv der Jahre 2007 - 2016Archiv der einzelnen Dienste und Projekte

 

Archiv: Adoptions- und Pflegekinderdienst & Jugendhilfedreieck

 

 

 

2017

"Erleben, wie die Kinder auftauen" (03/17)

 

2016

Ein sicherer Ort auf Zeit für Kinder - Familiäre Bereitschaftspflege (11/16)

Fortbildung über Tod und Trauer (06/16)

 

2015

Liebe allein genügt nicht (04/15)

 

2014

Wirksame Strategien bei ADS und ADHS - Fachkräfte des SkF bilden sich fort (02/14)

 

2013

Grillfest der familiären Bereitschaftsbetreuung am 13.09.2013 (09/13)

 

2011

Wichtig fürs Pflegekind: Einfach nur da sein (11/11)

Jan findet eine neue Familie (06/11)

 

2010

"Reden ist Gold, Schweigen ist Silber" - Fortbildung des Adoptions- und Pflegekinderdienstes (10/10)

 

2009

Vortrag von Frau Jutta Gorschlüter zum Thema „Mit Kindern lernen/Das Lernen lernen“ (09/09)

Ein Anruf stellt das ganze Leben auf den Kopf: Ehepaar berichtet vom Leben mit Pflegekind (09/09)

 

2008

Informationsveranstaltung für künftige Adoptiv- und Pflegeeltern (10/2008)

Viele der Kinder mussten Todesängste durchleiden (08/2008)

Pflegefamilie und Adoption: Zahlen und Fakten (08/2008)

Was Pflegeeltern können sollten. . . (08/2008)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Westfälische Nachrichten (07.03.2017)

 

 

 

 

 

"Erleben, wie Kinder auftauen"

 

 

 Sozialdienst katholischer Frauen in Ibbenbüren sucht Bereitschaftspflege-Eltern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir danken den Westfälischen Nachrichten für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (09.11.16)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (15. April 2015)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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Pressemitteilung des SkF Ibbenbüren vom 24.02.2014

 

 

 

 

 

Aufmerksamkeitsstörung ADS und ADHS - Fachkräfte des SkF bilden sich fort

 

 

 

 

 

Die Geschäftsführerin Frau Barbara Kurlemann (4. v. r.) begrüßte die Referentin, Frau Doris Morszeck-Groten (3.v.r.) sowie die TeilnehmerInnen der Fortbildung (v.l.) Julia Timmermann, Susanne Kühm-Bös., Frederik Winter, Eva Lanze, Irina Isenbart, Marion Nagel, Roswitha Göcke. Es fehlt: Ruth Schwarz

 

Aufmerksamkeitsstörungen ADS/ ADHS war das Thema zu dem sich die MitarbeiterInnen des Adoptions- und Pflegekinderdienstes sowie der Kindertagespflege des Sozialdienstes kath. Frauen e.V. Ibbenbüren über vier Tage schulen ließen.

Referentin war Frau Doris Morszeck-Groten Dipl.-Sozialarbeiterin, ADHS-Trainerin für Beratung und Elternschulung aus Osnabrück. Die MitarbeiterInnen wurden informiert über die neuen Erkenntnisse zu ADS/ADHS und einem daraus resultierendem speziell entwickelten Elterntraining. Ziel ist es, neben dem neuen Verständnis der Störung ganz konkrete alltagstaugliche Schritte und wirksame Strategien kennen zu lernen und weiter zu entwickeln. Damit soll ein stressfreierer Familienalltag möglich werden und die vielen positiven Eigenschaften der Kinder wieder erlebt werden können. Am 26.03.14 startet die Fortbildung auch für Pflegeeltern.

Weitere Informationen können beim SkF e.V., Ibbenbüren, Oststr. 39, 49477 Ibbenbüren erfragt werden unter Tel.: 05451/96860.

 

 

 

 

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Pressemitteilung des SkF Ibbenbüren vom 16.09.2013

 

 

 

 

 

Grillfest der familiären Bereitschaftsbetreuung am 13.09.2013

 

 

 

 

 

Da es fast die ganze letzte Woche aus Eimern geschüttet hat, war es kaum zu glauben, dass gerade am Freitag, den 13., die Sonne herauskam. Ganz zur Freude der Besucher des Grillfestes der familiären Bereitschaftsbetreuung des SkF Ibbenbüren e.V.

 

 

 

 

 

Die Bereitschaftspflege ist dem Adoptions- und Pflegekinderdienst des SkF angegliedert. Kommt es von Seiten des Jugendamtes der Stadt Ibbenbüren zu einer Inobhutnahme, so setzt sich der SkF e. V. für eine angemessene Unterbringung der Kinder auf Zeit ein.

In den Bereitschaftspflegefamilien verbleiben die Kinder „so kurz wie möglich, so lange wie nötig“.

Als ein Dankeschön an die Bereitschaftspflegeeltern, hat das Team des SkF gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Ibbenbüren ein Grillfest organisiert. Auf dem Spielplatz von Hof Löbke konnten die 22 Kinder toben und spielen. Die Erwachsenen haben sich ausgetauscht und ebenfalls einen unbeschwerten Nachmittag verbracht.

 

 

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (26.11.2011)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DOWNLOAD/DRUCK des Zeitungsartikels

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (21.06.2011)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DOWNLOAD/DRUCK des Zeitungsartikels

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (07.10.2010)

 

 

 

 

 

"Reden ist Gold, Schweigen ist Silber"

 

 

 

 

 

 

Wie funktioniert eigentlich die Kommunikation, insbesondere zwischen Eltern und Kind? Was macht eine gute Kommunikation aus? Welche Rolle spielt die nonverbale Kommunikation? Wie kann ich eigene und kindliche Gefühle und Erlebnisse feinfühlig benennen, um so den Aufbau einer guten Eltern-Kind-Beziehung zu fördern? All diese Fragen beantworteten die Referentinnen Susanne Kühm-Bös und Annette Overkamp aus Münster jetzt bei einer Fortbildungs- veranstaltung für Pflege- und Adoptivfamilien beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren. Die Teilnehmer konnten das „Handwerkszeug zur Kommunikation“ für ihren Alltag mit nach Hause nehmen. Beim SkF sind regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für Pflege- und Adoptiveltern. Wer Interesse hat, kann sich in den Verteiler der Veranstaltungstermine aufnehmen lassen unter 05451/96860

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung diese Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

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Pressemitteilung des SkF Ibbenbüren e. V. vom 29.09.2009

 

 

 

 

 

Vortrag von Frau Jutta Gorschlüter zum Thema "Mit Kindern lernen/Das Lernen lernen"

 

 

 

 

 

Zu diesem Abend hatte am 28.09.2009 der Pflegekinderdienst des SkF Ibbenbüren eingeladen. Fünfzig Interessierte waren gekommen. Sie erlebten, wie Frau Gorschlüter in sehr interessanter und abwechslungsreicher Art darstellte, wie komplex sich das Thema Lernen sowohl für die Kinder aber auch für Eltern gestaltet. Denn die Zahl der Kinder, die früh die Freude daran verlieren und sogar Lern- und Verhaltensschwierigkeiten entwickeln steigt.

Sehr anschaulich zeigte Frau Gorschlüter Wege auf, wie unsere Kinder den Spaß am Lernen behalten oder auch ihn zurückgewinnen können. Betroffene Eltern konnten Fragen stellen und bekamen viele Tipps und Anregungen, wie sie ihre Kinder unterstützen können. Deutlich wurde, dass individuell bei jedem Kind hingeschaut werden muss. Viel zu schnell war die Zeit verflogen und zum Schluss stellte Frau Gorschlüter einige von ihr entwickelte Kartenspiele vor, die vielfältige Möglichkeiten bieten, mit den Kindern spielerisch und mit viel Spaß sowohl im sprachlichen wie im mathematischen Bereich zu lernen.

Zum Foto: Jutta Gorschlüter informierte an diesem Abend über das Thema "Lernen".

 

 

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (09.09.2009)

 

 

 

 

 

Ein Anruf stellt das ganze Leben auf den Kopf

 

 

 

 

 

Ehepaar berichtet vom Leben mit Pflegekind / Vorgeschichte bleibt wichtig

 

 

 

 

 

Von Vera Konermann: Tecklenburger Land - Eigentlich hatten Claudia (38) und Michael (40)* abgeschlossen: Mit dem jahrelangen Warten und Hoffen auf ein leibliches Kind, mit dem Bangen, ob der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) nicht endlich anruft, um ihnen ein Pflegekind zu vermitteln. „Nach einem Urlaub hatte ich mich entschieden, beim SkF anzurufen und zu sagen, dass ich nicht mehr warten kann, dass ich mich von dem Thema verabschiede“, erinnert sich Claudia. Doch bevor sie ihr Anliegen vortragen konnte, wurde sie von der zuständigen Mitarbeiterin unterbrochen. „Sie sagte: ,Ich wollte Sie gerade anrufen. Wir haben ein Kind für Sie“, schildert sie. Dieses Telefonat stellte das ganze Leben von Claudia und Michael auf den Kopf. Von einen Tag auf den anderen wurden sie Eltern, Pflegeeltern der damals neun Monate alten Sophie.

Der Anruf liegt drei Jahre zurück. Drei Jahre zuvor hatten sich der Selbstständige Michael und die Betriebswirtin Claudia in einem Kursus beim SkF auf ihre Rolle als Pflegeeltern vorbereitet. Sie wollten ein Kind aufnehmen, auch wenn es schwierig werden könnte. Schließlich haben fast alle Pflegekinder in ihrer leiblichen Familie Schlimmes erlebt.

 

 

 

Was genau ihre kleine Sophie als Säugling durchgemacht hat, wissen Claudia und Michael nicht. Die noch sehr junge leibliche Mutter konnte aufgrund psychischer Probleme nicht für ihre Tochter sorgen. Die Großmutter wollte es zwar, konnte dem Kind aber keine stabilen Verhältnisse bieten. Das Jugendamt ordnete an, das Kind in eine Pflegefamilie zu geben. Vom ersten Tag an sei sie ihr Kind gewesen, erzählen die Pflegeeltern. Als sie die kleine Sophie abholten, habe die sich sofort eng an Claudia gekuschelt und sei in deren Armen eingeschlafen. Als habe sie gefühlt, dass sie ein sicheres Zuhause habe. Dennoch: „Das erste Jahr war anstrengend“, räumt Claudia ein. Allein in ihrem Bett einschlafen konnte die Kleine keinesfalls. Statt dessen klammerte sie sich an ihre neue Mama und schlief nur auf deren Bauch ein.„Wenn ich mich zu ihr aufs Sofa setzte, hat sie geschrieen. Sie wollte nur auf dem Fußboden liegen“, schildert die Pflegemutter. Enge um sie herum, brachte das Kind total aus der Fassung. Besuche waren anfangs tabu. Eine fremde Person konnte nicht den Raum betreten, ohne dass das Kind in Panik geraten wäre.

In einer Pflegefamilie finden vor allem Kleinkinder aus gescheiterten Familien oft ein neues Zuhause - und damit neue Eltern-Kind-Beziehungen.  (Foto: Jürgen Peperhowe)

 

 

 

 

 

 

„Man muss nicht genau wissen, was passiert ist, sondern dass etwas passiert ist“, sagt Ruth Schwarz vom Sozialdienst katholischer Frauen. So müssten Pflegeeltern sehr gezielt auf die Verhaltensweisen ihrer Kinder reagieren und deren Wünschen unbedingt nachkommen. Schließlich bräuchten die Kinder viel Zeit, um neues Vertrauen zu Erwachsenen aufzubauen.Heute besucht die vierjährige Sophie den Kindergarten, vieles habe sich normalisiert, sagen die Eltern. Doch Verlustängste bestimmen den Alltag. Mal bei der Oma übernachten - daran sei nicht zu denken. „Wenn wir länger weg sind als angekündigt, will sie mehr auf den Arm“, sagt Michael. Erziehungsfragen seien nicht immer einfach. So müssten sich die Eltern stets fragen, ob Sophie besondere Bedürfnisse habe oder ihre Situation nicht manchmal ausnutzen wolle.

Obwohl das Pflegeverhältnis auf Dauer Bestand haben soll, hatten auch Claudia und Michael stille Ängste, dass sie Sophie einmal abgeben müssten. „Ich hatte schon Phasen, in denen ich dachte, dass so eine Zeit kommt“, gesteht Michael. Seine Frau sei sehr erleichtert gewesen, als drei Jahre mit dem Kind vorbei waren. Denn eine Rückführung nach so langer Zeit ist bei Kleinkindern nahezu unmöglich.

Dass sie Kontakt mit der Herkunftsfamilie ihrer Tochter halten müssen, stört die Pflegeeltern eigentlich nicht. Wäre es nur nicht manchmal so kompliziert. Vor allem mit der Großmutter Sophies sei es schwierig, Absprachen zu treffen, räumen die Eheleute ein. Dennoch versorgen sie die Herkunftsfamilie regelmäßig mit Fotos und Berichten über Sophies Entwicklung.

Denn darauf habe die Herkunftsfamilie in den meisten Fällen ein Recht, erklärt Ruth Schwarz vom SkF. Und auch für das Kind sei ein Kontakt zu den Wurzeln wichtig. So tue es vielen Kindern gut, ihre Herkunft zu kennen, aber zu wissen, dass sie sich nun in einer neuen Familie zu Hause fühlen dürften. Ohne schlechtes Gewissen.

Dennoch haben Michael und Claudia keine guten Erinnerungen an Treffen mit Sophies Mutter, Großmutter und Tanten. „Die Reaktionen von Sophie waren heftig. Sie hat geklammert, hatte Schlafstörungen, Ängste“, schildert Claudia. Die Kleine möchte derzeit weder die alte Familie sehen, noch in dem Fotoalbum mit Bildern aus dem früheren Leben blättern. In Ordnung sei es hingegen, wenn ihre neuen Eltern ab und an die Herkunftsfamilie besuchten, erzählen die Pflegeeltern.

„Den Kontakt als solches finde ich gar nicht so schlimm“, sagt Claudia. Sie ist sich sicher, dass die Fragen ihrer Tochter spätestens mit der Pubertät kommen werden. Und dann sei es gut, Antworten geben zu können. Bis es aber soweit ist, genießen Claudia und Michael die Zeit mit ihrem Kind. Claudia hegt einen großen Wunsch: „Dass sie mit 18 vor mir steht und fragt: ,Mama, bekomme ich deinen Namen?"

*Namen von der Redaktion geändert

 

 

 

 

 

Zum Thema: Adoptions- und Pflegekinderdienst

 

 

 

 

 

Im vergangenen Jahr hat der Kreis Steinfurt seine Pflegekindervermittlung aufgelöst und auf vier freie Träger - darunter der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) - übertragen. Viele ungewollt kinderlose Paare, aber auch Elternpaare wenden sich an die freien Träger, wenn sie sich für die Aufnahme eines Pflegekindes oder Adoption interessieren. In speziellen Kursen werden die Bewerber vorbereitet. Dabei bekommen die Paare unter anderem einen theoretischen Hintergrund über das Bindungsverhalten von Kindern vermittelt. Außerdem wird in Einzelgesprächen geklärt, welche Kinder für welches Paar in Frage kommen könnten. Erst am Ende entscheiden die Paare, ob sie tatsächlich auf der Warteliste der vermittelnden Stelle geführt werden wollen. Die meisten Kinder werden als sogenannte Pflegekinder vermittelt. Dabei bringt jedes noch so kleine Kind seine eigene Geschichte mit. Oft wurden die Kinder seelisch oder körperlich vernachlässigt.

 

Allen Kindern gemeinsam sind erziehungsunfähige Eltern. Dementsprechend zeigen die Kinder oftmals Auffälligkeiten zum Beispiel im Schlaf- oder Essverhalten. Der Wechsel in eine neue Familie ist nach Auskunft des SkF in Ibbenbüren in der Regel auf Dauer bis zur Verselbstständigung angelegt. Das Jugendamt erstattet den Pflegeeltern den Lebensunterhalt des Kindes bis zu dessen Volljährigkeit. Für die Erziehungsleistung bekommen die Pflegeeltern eine geringfügige Aufwandsent- schädigung. Auch wenn die Kinder in einer neuen Familie beheimatet werden, gibt es in den meisten Fällen regelmäßige begleitete Kontakte zur Herkunftsfamilie, soweit diese das Kindeswohl nicht gefährden. Die Adoption ist eher die Ausnahme. Die meisten leiblichen Eltern schrecken davor zurück, ihre Rechte am Kind vollständig aufzugeben, sofern ihnen nicht das Sorgerecht entzogen wurde. Oft kommt es mit der Volljährigkeit zur Adoption.

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Pressemitteilung des SkF Ibbenbüren e. V. (November 2008)

 

 

 

 

 

Informationsveranstaltung für künftige Adoptiv- und Pflegeeltern

 

 

 

 

 

Unser Team vom Adoptions- und Pflegekinderdienst

 

Der Sozialdienst katholischer Frauen e. V. (SKF) Ibbenbüren lädt am Montag, 10.11.08 um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung über die Aufnahme von Adoptiv- und Pflegekindern ein.

Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Adoptiv- und Pflegekindern? Wie wird man Pflege- oder Adoptiveltern? Welche Erwartungen und Anforderungen werden an potentielle Pflegeltern gestellt?  Wie sieht der Prozess bis zur Aufnahme eines Kindes aus?

Dieses sind typische Fragen, auf die Sie Antworten finden werden. Der Informationsabend ist eine erste Einführung in die Thematik und behandelt die rechtlichen Grundlagen, das Vorbereitungs- und Qualifizierungsverfahren für Bewerber sowie die Aufgabe der Vermittlungsstelle und des Jugendamtes.

Weiterhin wird über die fachliche Beratung und Unterstützung der Familien nach Aufnahme eines Kindes informiert.

Anmeldungen bitte  unter SKF e. V. Oststr. 39 in 49477 Ibbenbüren, Telefon: 05451/96860

 

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (19.08.2008)

 

 

 

 

 

Viele der Kinder mussten Todesängste durchleiden

 

 

 

 

 

(von Tobias Vieth): Tecklenburger Land. Als die junge Frau schwanger wurde, war sie schon zwölf Jahre in psychiatrischer Behandlung. Diagnose Schizophrenie. An eine normale Familie war da gar nicht zu denken, im Gegenteil. Um das ungeborene Leben zu schützen, wurde die Mutter für die Dauer der Schwangerschaft sogar geschlossen untergebracht. Und als die kleine Tochter das Licht der Welt erblickte, war lange klar, dass sie Pflegeeltern braucht, die das Mädchen nach einiger Zeit auch adoptieren könnten.

Das ist nur ein Fall, den Roswitha Göcke und Marion Nagel in ihrer Arbeit beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Ibbenbüren kennengelernt haben. Und es sei nicht die Regel, dass ein Kind direkt nach der Geburt in die Adoptionspflege kommt, erzählen die beiden Mitarbeiterinnen des fünfköpfigen Teams im Adoptions- und Pflegekinderdienst. Der Fall, dass sich die Eltern schon während der Schwangerschaft entscheiden, das Kind zur Adoption freizugeben und dem Säugling so schlimme Erfahrungen erspart bleiben, sei eher die Ausnahme.

 

 

 

 

 

 

Im Gegenteil: Die meisten Kinder, die in eine Pflegefamilie vermittelt werden und später adoptiert werden, haben ihre Geschichte. „Die haben etwas erlebt“, sagt Sozialarbeiterin Marion Nagel mit ernster Miene. Sie berichtet von Säuglingen, die in der dunklen Wohnung tagsüber allein im Bett lagen, ohne Ansprache, sich selbst überlassen. Kinder, die nicht regelmäßig zu essen bekamen, die misshandelt und missbraucht wurden. Kurz: Kinder, die schon im jüngsten Alter Todesängste durchleiden mussten. „Das sind wirklich traumatische Erfahrungen“, sagt Marion Nagel.

Wenn sich Eltern entscheiden, Adoptiv- oder Pflegekinder aufzunehmen, müssen sie diese Vorgeschichte der Kinder genau kennen und berücksichtigen. Und – so lautet die Erfahrung der SkF-Mitarbeiterinnen: Die Kinder gesunden seelisch nicht einfach dadurch, dass sie fortan in einem normalen Umfeld leben und andere Erfahrungen machen als bei ihren leiblichen Eltern. Vielmehr testen sie mit ihrem Verhalten die „neuen“ Eltern über Jahre auf ihre Verlässlichkeit, und das auf teils extremste Weise.

Marion Nagel und Roswitha Göcke in einer Besprechung. Manchmal sprechen sie bei der Arbeit von "unseren Kindern" (Foto: Tobias Vieth

 

 

 

 

 

 

Marion Nagel nennt das Beispiel von Kindern, die hungern mussten. „Die müssen rechts und links etwas zu essen in der Hand haben“, erzählt sie. Es gebe auch Pflegefamilien, die in der Küche eine Schublade hätten, in der das Kind zu jeder Zeit etwas zu essen findet.

Was wie der Weg zum Übergewicht klingt, habe für das krisengeschüttelte Kind eine ganz wichtige Funktion. „Hier bekommst du immer was zu essen“, müsse dem Kind deutlich werden, erklärt Marion Nagel. Ein Vierjähriger, der schon seit zwei Jahren in einer Pflegefamilie wohnte, habe einmal fünf Minuten auf das Essen vom Herd warten sollen, erzählt sie. Das Kind sei wutentbrannt in sein Zimmer gerannt und habe geschimpft: „Wusst ich‘s doch: Hier krieg‘ ich auch nichts zu essen.“

 

 

 

 

 

Auch auf andere Ideen der Erziehung würden Eltern bei ihren eigenen Kindern wohl kaum kommen. „Ein Pflegekind kann gut gerne mit sieben Jahren noch im Elternbett liegen“, erzählt Roswitha Göcke. Zum Beispiel dann, wenn das Bett für das Kind negative Erfahrungen bedeutet und früher nur zum Wegsperren diente.

Wer ein Pflege- oder Adoptivkind hat, der komme mit klassischer Erziehung im Sinne von Strenge und Konsequenz nur selten weiter, sagt Göcke. Und trotzdem müsse es eine klare Alltagsstruktur mit ebenso klaren Regeln geben: „Ich kann nicht alles erlauben.“ Ein schwieriger Balanceakt für die „neuen“ Eltern.

Überwiegend seien es kinderlose Familien, die sich als Pflegefamilie den Familienwunsch erfüllen. Die Ausnahme von dieser Regel gebe es bei extrem schwierigen Kindern. „Dann sind es Profis mit pädagogischer Vorbildung“, sagt Roswitha Göcke. Diese Familien hätten häufig bereits eigene Kinder, die bereits aus dem Gröbsten heraus sind. „In diesen Familien steht dann nicht das Elternwerden im Vordergrund, sondern die Chance für das Kind“, sagt Göcke.

 

 

Das Team des Adoptions- und Pflegekinderdienstes: Eva Lanze, Ruth Schwarz, Marion Nagel und Roswitha Göcke. Es fehlt Bärbel Becker-Vörckel.

 

 

 

 

 

Auch wenn die Familie für das Kind eine neue ist, gebe es Herkunftsarbeit, erklären die SkF-Mitarbeiterinnen. Dazu gehören oft auch Umgangskontakte mit den leiblichen Eltern. Die wiederum könnten dann sehen, wie gut es den Kindern in der Pflegefamilie geht. Und dann ist es schon dazu gekommen, dass die leiblichen Eltern darum baten, dass die Pflegefamilie das Kind doch adoptiere. Göcke: „Und genau das streben wir an.“

Wer Pflegefamilie werden möchte, kann sich beim Team des Adoptions- und Pflegekinderdienstes des SkF in Ibbenbüren melden, Tel. 0 54 51/ 96 86-0.

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung vom 19.08.2008

 

 

 

 

 

Pflegefamilie und Adoption: Zahlen und Fakten

 

 

 

 

 

(von Tobias Vieth): Tecklenburger Land. Der SkF Ibbenbüren hat im Gebiet des Kreises Steinfurt im Jahr 2007 insgesamt 73 Kinder in 66 Pflegefamilien betreut. 13 Kinder wurden neu in Pflegefamilien vermittelt. Die Aufnahme von Kindern in Pflegefamilien ist der häufigere Fall als die Adoption, es gab 2007 im Arbeitsbereich des SkF nur zwei Adoptionen.

Das  Jugendamt  der  Stadt Ibbenbüren  unterhält  gemeinsam  mit  der  Stadt Rheine eine  Adoptionsvermittlungsstelle in Rheine. Dort werden auch Auslandsadoptionen vermittelt, was der SkF nach rechtlichen Veränderungen nicht mehr tut.

Insgesamt gab es im Kreis Steinfurt im vergangenen Jahr 33 Adoptionen. Allein in 22 dieser Fälle waren es der Stiefvater oder die Stiefmutter, die das Kind adoptierten, zwei Kinder wurden von Verwandten adoptiert. Die Adoption durch nicht Verwandte ist dagegen mit neun Fällen eher die Ausnahme.

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung vom 19.08.2008

 

 

 

 

 

Was Pflegeeltern können sollten...

 

 

 

 

 

(von Tobias Vieth): Eigentlich, sagen Marion Nagel und Roswitha Göcke, gibt es kein Ausschlusskriterium für Pflegeeltern. „Wir erwarten keine Vorerfahrungen.“ Eine große Liebe zu Kindern sei wichtig und der Wunsch, mit Kindern leben zu wollen.

Für kinderlose Paare, die so ihren Familienwunsch verwirklichen wollen, ist aber eines ganz wichtig: Die Trauer über die eigene Kinderlosigkeit müsse überwunden sein. Wer mit seiner Trauer nicht abgeschlossen hat, kann sich dieser neuen Aufgabe kaum stellen.

Die Eltern müssen sich im Vorfeld gründlich mit den Pflegekindern auseinandersetzen, werden mit einem Kursus von sechs mal drei Stunden durch den SkF vorbereitet. Und die so entstehende Familie muss sich darüber klar sein, dass sie das „Anderssein“ (Göcke) ein Leben lang begleiten wird.

Ganz wichtig sei die Bereitschaft, sich voll und ganz auf das Kind einzulassen, inklusive aller Probleme. Die Kinder seien häufig beziehungslos und schmerzunempfindlich, sie weinen nicht. Die Kinder brauchen korrigierende Erfahrungen, die Pflegeeltern müssen über Jahre deutlich zeigen, dass sie anders sind. Dann könne das Kind erste „Aha-Erlebnisse“ machen, werde aber auch frühere Situationen inszenieren, um zum Beispiel über dauerndes nächtliches Schreien die Verlässlichkeit der Pflegeeltern immer wieder zu testen. „Erst dann setzt ein Heilungsprozess ein“, sagt Göcke. Und erst dann könnten die Kinder neu Vertrauen und Sicherheit entwickeln.

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

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