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Archiv 2017Archiv der Jahre 2007 - 2016Archiv der einzelnen Dienste und Projekte

 

Archiv für das Jahr 2008

 

 

 

 

 

 

SkF verteilt 185 "Pakete mit Herz" (12/08)

"Wir müssen uns nicht verstecken" - Jahresversammlung des SkF (11/08)

Dem Nächsten geben, was er braucht - SkF eröffnet neues Sozialkaufhaus (11/08)

Mit 2,50 Euro fängt das Drama schon an Kirchen und Politiker diskutieren das Problem der Kinderarmut (11/08)

Sozialkaufhaus des SkF: Dienste bald unter einem Dach/Volksbank Tecklenburger Land spendet  2000 Euro (11/08)

Erste Großstelle für Kindertagespflege im Tecklenburger Land in Seeste eröffnet (11/08)

Bundespräsident zeichnet Anneliese Bruns mit dem Verdienstkreuz aus (11/08)

Informationsveranstaltung für künftige Adoptiv- und Pflegeeltern (10/2008)

Soziales und bürgerschaftliches Engagement ist gefragt (Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2008) (09/08)

Viele der Kinder mussten Todesängste durchleiden (08/2008)

Pflegefamilie und Adoption: Zahlen und Fakten (08/2008)

Was Pflegeeltern können sollten. . . (08/2008)

Ehrenamtsbörse bei RADIO RST vermittelt engagierte Bürger - Ehrenamtliche rechtl. Betreuer/innen gesucht (08/2008)

Fortbildungen für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer (08/2008)

Keine Angst vorm Ehrenamt - Betreuungsvereine ziehen positive Bilanz (07/2008)

2000 Euro für die Arbeit der Ibbenbürener Tafel (07/2008)

Hopstener spenden gepurzelte Pfunde als Lebensmittel (06/2008)

Ibbenbürener Tafel im SkF e. V. erhält ein gebrauchtes Kühlfahrzeug (06/2008)

Nicht mit der heißen Nadel  genäht - SkF und Fabi peppen Altkleider auf (06/2008)

"Guten Tag Frau EsKaEff!“ (Ursula Vosse arbeitet seit 25 Jahren ehrenamtlich in der Kleiderkammer) (06/2008)

Fortbildungen für rechtliche Betreuerinnen und Betreuer (Programm 1-2008) (04/2008)

Sieben Wochen ohne Süßes fielen nicht leicht (Kindergartenkinder spenden für die Suppenküche) (04/2008)

Omas und Opas dringend gesucht (Projekt Wunschgroßeltern) (04/2008)

20jähriges Dienstjubiläum von Herrn Jürgen Brinkmann (02/2008)

Keller HCW unterstützt die Ibbenbürener Tafel (02/2008)

Kundenzahl im Sozialkaufhaus nimmt zu - Interview mit Ludger Börgermann (02/2008)

Umgang mit Geld kann man richtig lernen (Präventionsarbeit der Schuldnerberatung) (01/2008)

 

 

 

 

 

Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 18.12.2008

 

 

 

 

SkF verteilt 185 "Pakete mit Herz"

Die Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes kath. Frauen Ibbenbüren (SkF) Ute Middendorp (v. l.), Gabriele Pfeiffer, Gabriele Andresen und Barbara Kurlemann verteilen in diesen Tagen 185 Weihnachtsgeschenke der IVZ-Aktion „Paket mit Herz“. Allen Spendern gilt Dank.

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 28.11.2008

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wir müssen uns nicht verstecken"

Jahresversammlung des SkF (von Cornelia Ruholl)

 

 

 

 

 

 

 

 

Ibbenbüren. Auf wie vielen sozialen Feldern der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)  in Ibbenbüren sich  engagiert, wird nicht zuletzt bei der jährlichen Mitgliederversammlung deutlich.  Über 14 soziale Dienste und Projekte berichtete die Vorsitzende Annemarie Böder in ihrem Jahresbericht. Sie sei selbst immer wieder überrascht, wie viele dies seien:  Pflegedienst/Adoptionsvermittlung, Wohnhaus für Frauen, Erziehungsbeistandschaften, Westfälische Pflegefamilien (WPF), Kindertagespflege, Schuldner- und Insolvenzberatung, Freiwilligenbörse Kiste, Betreuungsverein, Sozialpunkt, Kleiderkammer, Weißrusslandhilfe, Tafel, Möbellager und das Projekt „Alt für Jung“.

Für ihren Einsatz in all diesen Bereichen dankte Annemarie Böder vor allem den vielen Ehrenamtlichen, von deren Einsatzbereitschaft sie immer wieder beeindruckt sei.   Zum neuen Sozialkaufhaus, das im Anschluss an die Versammlung feierlich eröffnet wurde (wir berichteten gestern)  sagte Annemarie Böder:  „Wir haben festgestellt, dass wir uns nicht verstecken müssen“. Nach dem Jahresbericht und der Jahresbilanz 2007, die Ludger Börgermann und Ralf Müller vorstellten, wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die Mitgliederversammlung stellte die Bilanzsumme von 913 673,82 Euro fest und einen Überschuss von 14 041,31 Euro, der in die Rücklagen fließen soll.

 

Aus der Versammlung wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der Etat der  Schuldnerberatung dringend einer Aufstockung bedürfe. Das beschäftige den Vorstand schon, so die Rückmeldung von Ludger Börgermann. Es sei bekannt, dass langfristig intensiv über die Finanzierung der Schuldnerberatung nachgedacht werden müsse.

 

Mit Blumen gratulierten Ludger Börgermann (l.) und Annemarie Böder (r.) Anneliese Bruns zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. (Foto: C. Ruholl)

Für die Arbeit der Schuldnerberatung ernte man bei allen möglichen Stellen viel Schulterklopfen, „aber das zahlt sich finanziell kaum aus“, so Börgermann. Das Grundübel dabei sei die geringe Ausstattung von Kindern in Hartz IV. „Darum müssen die Hartz-IV-Beträge für Kinder angehoben werden.“

Zwei Ehrungen standen auf der Tagesordnung der Jahresversammlung. Mit einem Blumenstrauß gratulierten Annemarie Böder und Ludger Börgermann Anneliese Bruns, die zwölf Jahre lang Vorsitzende des SkF war, zu dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das ihr am 4. November in Berlin von Bundespräsident Horst Köhler  überreicht wurde. Sie sprühe vor Ideen. „Ohne ihre Tatkraft wären wir nicht da, wo wir heute stehen“, so Ludger Börgermann. Das Verdienst, für das sie ausgezeichnet wurde, sei nicht alleine ihr Verdienst gewesen, so Anneliese Bruns.  Die positive Entwicklung der Projekte sei das Verdienst vieler. Sie sehe die Verleihung als stellvertretende Würdigung für die Gesamtleistung: „Wenn das Bundesverdienstkreuz aus Lebkuchen wäre, würde ich Ihnen allen ein Stück abgeben und Sie, Herr Börgermann, bekämen ein ganz großes Stück ab.“ Die Mitglieder freuten sich dann doch, dass das Verdienstkreuz nicht aus Lebkuchen war, denn stattdessen hatte Anneliese Bruns  für alle  Kaffee und Kuchen spendiert.

Und einen zweiten Blumenstrauß hatten Böder und Börgermann an diesem Nachmittag zu vergeben: Jürgen Brinkmann leitet seit 20 Jahren das SkF-Möbellager. Dafür galt ihm Dank und Anerkennung. „Sie sind für mich Urgestein des SkF“, so Börgermann.

Jürgen Brinkmann leitet seit 20 Jahren das Möbellager. Er sei „Urgestein des SkF“, so Ludger Börgermann.  (Foto: C. Ruholl)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

400 Berechtigungsscheine für die Tafel ausgegegeben

14 Dienste sind Eckpfeiler des sozialen Engagements des SkF (von Cornelia Ruholl)

 

 

 

 

 

 

 

 

Ibbenbüren.   Den Bericht über die Aktivitäten der einzelnen Dienste und Projekte des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) im  Jahr 2007/2008 stellte die Vorsitzende Annemarie Böder während der Jahresversammlung des SkF vor. Die Entwicklung in den verschiedenen Bereichen ist ein Spiegel der sozialen Situation vor Ort:

 Vom Pflegekinderdienst des SkF wurden 71 Dauerpflegen betreut, davon 51 aus Ibbenbüren. Sieben Bereitschaftspflegefamilien wurden betreut, und es gab je zwei Adoptionsabschlüsse.  28 Adoptionsfamilien mit 39 Kindern wurden beraten. Der Kreis Steinfurt werde  im laufenden Jahr den eigenen Pflegekinderdienst aufgeben. Die Betreuungsfälle werden dann nach den Wünschen der Eltern auf die vier Träger (SkF, Evangelische Jugendhilfe, Westfälisches Jugendheim und CV Rheine)  verteilt. Da mehr Fälle zu bearbeiten seien, wurde eine zusätzliche  Kraft in diesem Arbeitsgebiet und in der Kindertagespflege eingestellt.

 Im Wohnhaus für Frauen des SkF wohnten seit 1996 insgesamt 100 Frauen mit 80 Kindern. 2007 waren  dort 16 Frauen mit sechs Kindern  untergebracht. Die Auslastung sei nach wie vor gut. Im Jahr 2008 wurden dort die Außenfenster gestrichen und zwei Wohnungen wurden renoviert. 

Es wurden im Berichtsjahr 26 Erziehungsbeistandschaften eingerichtet. 16 nebenamtliche Mitarbeiter betreuten diese Beistandschaften. Vom Jugendgericht seien  in 2008 vermehrt Betreuungsweisungen angeordnet worden.

14 Kinder werden zurzeit in Westfälischen Pflegefamilien (WPF) betreut. Nach wie vor würden qualifizierte Erwachsene für diese schwere Aufgabe gesucht. WPF sind besonders geeignete Pflegefamilien, die ihre Stärke darin sehen, besonders entwicklungsbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen einen familienähnlichen Lebensort zu bieten.

Im Altkreis Steinfurt sowie in Ibbenbüren werden 259 Kinder bei 170 Tagesmüttern betreut. Im Bereich Kindertagespflege wurde  aufgrund der vermehrten Arbeit eine zusätzliche Kraft eingestellt. Die Mitarbeit in den Familienzentren in Ibbenbüren (St. Ludwig, Wittenbrink, Pusteblume in den Kommunen Saerbeck, Recke, Hörstel, Mettingen, Lotte, Brochterbeck, Ladbergen und Westerkappeln) werde von den Kindertagespflegebetreuerinnen mit unterstützt.

 In der Schuldner- und Insolvenzberatung werden zurzeit 280 Familien und Einzelpersonen beraten. In 30 Schulen wurden Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen in den verschiedenen Familienzentren sowie im Sozialpunkt Ibbenbüren und Recke aktiv mit. So wurde ein Kursus „Finanzkompetenz“ für Familien im Familienzentrum St. Ludwig angeboten. Die Entwicklung zeige, dass es richtig sei, mehr Engagement in die Prävention zu stecken.

65 Anfragen bearbeitete die Freiwilligenbörse „Kiste“, 48 Personen wurden in ehrenamtliche Arbeit vermittelt.

358 ehrenamtliche, rechtliche Betreuer wurden vom Betreuungsverein unterstützt.  51 Betreuer waren mit den betreuten Personen   nichtverwandt.  Die  hauptamtlichen   Mitarbeiterinnen übernahmen im Jahr 2007 selber 42  Betreuungen. Zum 1. April 2008 wurde die  Betreuungstätigkeit des Diakonischen Werkes eingestellt. An Ehrenamtlichen wurden 34 Betreuer übernommen, und es gebe sieben  hauptamtliche Betreuungen. Insgesamt werden von den hauptamtlichen Mitarbeitern heute 50 Betreuungen geführt. Die Stundenkontingente der hauptamtlichen Kräfte seien deshalb aufgestockt worden, und für Verwaltungstätigkeiten wurde eine zusätzliche Mitarbeiterin in diesem Bereich eingesetzt.

Im Sozialpunkt Ibbenbüren arbeiten zurzeit elf ehrenamtliche Mitarbeiter.

In  Kleiderkammer (40 Ehrenamtliche), Lädchen (zwölf Ehrenamtliche), Suppenküche (13 Ehrenamtliche) sind die Aktivitäten vom Jahresende bis zur Eröffnung des Sozialkaufhauses zurückgefahren worden,  da die Umbauarbeiten erhebliche Beeinträchtigungen beim Verkauf mit sich brachten. Für die hingenommene Einschränkung durch die Bauphase  sagte Annemarie Böder den Ehrenamtlichen Dank. „Diese ehrenamtlichen Aktivitäten sind ein wesentlicher Beitrag zur Finanzierung des SkF“, so Ludger Börgermann.

Die Weißrusslandhilfe hat im Jahre 2007/2008 zwei Hilfstransporte sowie weitere Aktivitäten in der Kindererholung und der Unterstützung der Armenküche in Minsk bewältigt. Insgesamt wurden die Gelder aus dem Nachlass von Pfarrer Niermann  allerdings nicht aufgebraucht. 50 Ehrenamtliche organisieren diese Hilfsaktion.

In der Ibbenbürener Tafel sind derzeit rund 400 Berechtigungsscheine für  fast 1000 Kinder und Erwachsene ausgegeben worden. Insgesamt sind 23 ehrenamtliche Helfer hier aktiv tätig. Durch großzügiges Sponsoring wurde die Anschaffung eines Kühlwagens möglich.

Im Möbellager sind zurzeit Jürgen Brinkmann, drei Kombilöhner und 45 Brückenjobber beschäftigt. Das Möbellager hat am Beratungsprozess durch den Diözesancaritasverband teilgenommen.

In dem  Projekt „Alt für Jung“ werden von 39 Coaches  107 Jugendliche betreut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 27.11.2008

 

 

 

 

 

 

Dem Nächsten geben, was er braucht

SkF eröffnet neues Sozialkaufhaus (von Cornelia Ruholl)

 

Ibbenbüren. Freudestrahlende Gesichter, viele Gäste in den schönen Räumen und viele Glückwünsche prägten gestern die festliche Atmosphäre bei der Einweihung des neuen Sozialkaufhauses des SkF. Vor zwei Tagen habe es noch wie eine Baustelle ausgesehen, sagte Annemarie Böder, Vorsitzende des SkF, die gemeinsam mit dem Geschäftsführer Ludger Börgermann die Gäste willkommen hieß. Daher dankte sie allen, die dazu beitrugen, dass man die Räume nun von ihrer schönsten Seite präsentieren konnte.

Besonders freue sie sich, dass das Sozialkaufhaus auch im kirchlichen und politischen Bereich viel Anerkennung und Unterstützung erfahre, die vielen Einrichtungen, die am Zustandekommen beteiligt seien, könne sie gar nicht alle nennen. „Dieses Sozialkaufhaus ist das Ergebnis großer gemeinsamer Anstrengungen und der Zusammenarbeit vieler“, so Böder. Sie dankte auch der Architektin Barbara Biekötter, die in Zusammenarbeit mit ihrem Sohn das Projekt umsetzte. Dank galt auch Pfarrer Bernhard Honsel (kl.Foto), „der uns in unserem ehrenamtlichen Engagement immer bestärkt hat“. Detlev Becker, Geschäftsführer des Caritasverbandes Tecklenburger Land, und Hans Jacobi, bis vor kurzem Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes, galt Dank für die finanzielle Unterstützung und dafür, „dass sie uns freie Hand gelassen haben“.

Viele Glückwünsche und auch Geschenke durften Annemarie Böder und Ludger Börgermann (v.l.) anlässlich der Eröffnung des Sozialkaufhauses entgegennehmen. Dr. Ulrich Thien (l.) sprach über die Bedeutung des Sozialkaufhauses im Kontext der aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
(Foto: Cornelia Ruholl)

 

Das Sozialkaufhaus sei Bündelung und Weiterführung vieler Dinge, die sich in der Vergangenheit entwickelt hätten. Es zeuge vom Engagement von Christen in Ibbenbüren „im Spannungsfeld zwischen Sozialstaat und Barmherzigkeit“, so Dr. Ulrich Thien, Referent für Soziale Arbeit beim Diözesancaritasverband, in seinem Festvortrag.

Durch Sozialkaufhäuser könne materielle Armut gemildert werden, indem der Einkauf dort Spielräume schaffe für Anderes. Sozialkaufhäuser basierten auch auf dem christlichen Sozialverständnis, dem Nächsten zu geben, was er braucht. „Ein Brot, eine Hose, ein Lächeln, Anleitung, eine helfende Hand – jetzt und sofort und vor Ort.“ Und es gehe dabei auch darum, in Würde etwas zu bekommen.

„Sie stellen einen großen Teil des Reichtums unserer Stadt dar“, formulierte Bürgermeister Heinz Steingröver seinen Dank an die vielen Menschen, die sich im SkF bürgerschaftlich engagieren. Die Stadt sei eine säkulare Einrichtung, aber auch sie könne sich an christlichen Werten orientieren. „Der SkF steht immer da auf, wo andere sich als Sitzenbleiber fühlen“, sagte der stellvertretende Landrat, Bernhard Hembrock. Detlev Becker würdigte das Engagement des SkF, den es schon 80 Jahre gebe, während der Caritasverband nächstes Jahr erst 40-jähriges Bestehen feiere, als das einer älteren Schwester, die sich um den Zusammenhalt in der Familie sorge.

Ein Grußwort des NRW-Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, der aus terminlichen Gründen nicht an der Feier teilnahm, verlas Ludger Börgermann. Mit diesem Sozialkaufhaus werde „Hilfe aus einer Hand“ angeboten. Es biete nicht nur Beratung und erschwingliche Einkaufsmöglichkeiten, sondern diene durch die Qualifizierung von Arbeitslosen auch der Wiedereingliederung von Menschen in das Erwerbsleben. Der Einsatz des SkF für Mitbürger in Existenz gefährdenden Situationen verdiene „höchste Anerkennung“.

 

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

Fotogalerie zur Eröffnung des Sozialkaufhauses

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 20.11.2008

 

 

 

 

 

 

„Mit 2,50 Euro fängt das Drama  schon an“

Kirchen und Politiker diskutieren das Problem der Kinderarmut

von Beate Vieler

Ibbenbüren.  Armut – schnell kommen bei diesem  Begriff   Assoziationen zu anderen Kontinenten auf:   Afrika, Südamerika. Dass die Assoziationen jedoch gar nicht so weit schweifen müssen, zeigte die zweite Armutskonferenz am Dienstagabend in der Familienbildungsstätte. Vertreter  des Katholischen Kreisdekanats Steinfurt, des Evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg und des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken trafen sich zu einem Fachgespräch mit Politikern zum Thema „Kinderarmut“.

„Immerhin leben  9 856 Kinder  und Jugendliche unter 18 Jahren im Kreis Steinfurt in einer Bedarfsgemeinschaft“, sagt Uta van Delden, Geschäftsführerin  Kindergartenverbund Kirchenkreis Tecklenburg. Sie sieht die Folgen von finanziellen Problemen in der Ausgrenzung  der Kinder. „Die Kinder spüren den Druck der Eltern und schämen sich für ihre Situation.“ Eine Cola nach der Schule, ein Kino- oder Schwimmbadbesuch sei für viele  einfach nicht möglich, sagt sie.

Mitarbeiter aus den Arbeitsfeldern Familienzentren, Offene Ganztagsschule, Präventionsprojekt Ibbenbüren  und Stadtranderholung Rheine untermauerten diese  These  mit konkreten Beispielen.

Heinz-Josef Hülsmann, Leiter der Erziehungsberatungsstelle Ibbenbüren (v.l.), Barbara Kurlemann, Schuldnerberatung Sozialdienst katholischer Frauen, Margret Ewers, Familienzentrum Ludwig, Joachim Anicker, Superintendent, Uta van Delden, Kindergartenverbund Kirchenkreis Tecklenburg,  Angelika Rensinghoff, Caritas Rheine und Jugendpastor Hartmut Bethlehem stellten Beispiele für Kinderarmut“ im Kreis vor. Foto: Beate Vieler

 

„In  der offenen Ganztagsgrundschule wird die  Ausgrenzung direkt spürbar und sichtbar. Beim Mittagessen sitzen die Kinder, die aus finanziellen Gründen nicht mitessen, am Nachbartisch“, sagt Jugendpastor Hartmut Bethlehem. „Es ist eine sehr, sehr prekäre Situation. Denn mit 2,50 Euro fängt das Drama ja schon an“, sagt der Beauftragte des Diakonischen Werkes.

Margret Ewers, Leiterin des Familienzentrums Ludwig in Ibbenbüren, kennt diese Probleme. „Manche Kinder kommen in verschlissener Kleidung und ohne Frühstück“, sagt sie aus ihrer täglichen Erfahrung. Auch kleine Geldbeträge wie zum Beispiel für die Nikolausfeier, seien für viele Eltern nur schwer aufzubringen. „Wir versuchen mit den Eltern zu reden, aber das ist  schwierig.“

In Zusammenarbeit mit  der  Schuldnerberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) und der Familienbildungsstätte hat die Einrichtung  das Projekt  „Förderung der Finanzkompetenz für Familien“ angestoßen. Dabei wurden sowohl  Erzieher als auch  Eltern für „Kinderarmut“ sensibilisiert. „Wir haben  gezeigt, wie man günstig kochen kann und mit wenig Geld  einen Kindergeburtstag gestaltet“, sagt Margret Ewers.

 In der anschließenden     Diskussion der Konferenz  setzten sich die Teilnehmer mit  Themen wie beispielweise der  Erhöhung des Kindergeldes, der Elternarbeit oder politischen Aspekten der Kinderarmut  auseinander.

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 13.11.2008

 

 

 

 

 

 

Bis zum 26. November soll der Betrieb laufen

Sozialkaufhaus des SkF: Dienste bald unter einem Dach / Volksbank Tecklenburger Land spendet  2000 Euro

 

 

 

 

 

 

Die offizielle Eröffnung des Sozialkaufhauses ist am 26. November ab 16.30 Uhr in einer Feierstunde. Bankvorstand Franz-Josef Konermann (3.v.l.) überreichte die Spende an SkF-Vorsitzende Annemarie Böder (M.), SkF-Geschäftsführer Ludger Börgermann (2.v.l.) und die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer. Foto: Tobias Vieth

-vie- Ibbenbüren. Noch führten die drei Verantwortlichen des Sozialdienstes katholischer Frauen den  Bankdirektor   Franz-Josef Konermann durch die Baustelle des künftigen Sozialkaufhauses an der Klosterstraße. SkF-Geschäftsführer Ludger Börgermann, SkF-Vorsitzende Annemarie Böder und Sozialarbeiterin Gabriele Andresen aus dem Leitungsteam des Sozialkaufhauses zeigten dem Bankvorstand der Volksbank Tecklenburger Land die Räume, in denen künftig die Aktivitäten des SkF für Bedürftige gebündelt werden.

Kleiderkammer, Haushaltswarenladen, Möbellager, Suppenküche und der Sozialpunkt sind dort künftig unter einem Dach, allein die Tafel bleibt an ihrem Standort auf der anderen Seite der Oststraße. Bis zur offiziellen Eröffnung am 26. November soll  alles fertig sein.

Damit auch weiterhin das Geld für die nötigen Investitionen nicht ausgeht, überreichte Konermann in der Kleiderkammer eine Spende der Volksbank von 2000 Euro –  „als kleinen Mosaikstein“.

Ehrenamtliches Engagement und finanzielle Hilfe seien der Rahmen für das Sozialkaufhaus, ergänzte Konermann, auch in Richtung der zahlreichen ehrenamtlichen Frauen, die sich unter der Leitung von Erika Przybyla und Mechthild Wallmeier um die Kleiderkammer kümmern.

Auch wenn zurzeit gebaut wird, ist die Kleiderkammer dienstags von 9 bis  11 Uhr und 14.30 bis 16.30 Uhr und  donnerstags von 9 von 11 Uhr geöffnet. Der Winter stehe vor der Tür, viele bräuchten bereits dicke Jacken, erklären die Mitarbeiterinnen. Das Haushaltslädchen macht zurzeit noch baustellenbedingt Pause. Aber nicht mehr allzu lange. „Wir scharren schon mit den Hufen“, sagt Annemarie Böder.

Kleiderspenden und Haushaltswaren  können dennoch angeliefert werden. Das Möbellager sei dafür montags bis freitags von etwa 8 bis 16.30 Uhr zu erreichen, sagt Gabriele Andresen.

Mit der Eröffnung des Sozialkaufhauses wolle man dann auch überlegen, inwieweit sich die Öffnungszeiten noch ausweiten lassen.

 

 

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Artikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 12.11.2008

 

 

 

 

Die "Feldmäuse" im Buchholz

Erste Großstelle für Kindertagespflege im Tecklenburger Land in Seeste eröffnet

 

 

 

 

-fk- Westerkappeln. Bund und Länder wollen die Betreuungsmöglichkeiten  für Kleinkinder ausbauen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Das Angebot hinkt dem tatsächlichen Bedarf jedoch noch immer hinterher. Besonders in Westerkappeln fehlten in der jüngeren Vergangenheit Plätze für die unter Dreijährigen. „Die Feldmäuse“ in Seeste nehmen jetzt vielleicht ein wenig Druck aus dem Kessel.

In der ehemaligen Volksschule am Buchholz ist just diese erste sogenannte Tagesgroßpflegestelle im Bereich des Kreisjugendamtes Steinfurt eröffnet worden. Auf über  200 Quadratmetern Nutzfläche wurde für  Kinder vom Säuglingsalter bis zu drei Jahren ein kleines Spielparadies geschaffen.

Mit In-Kraft-Treten des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) in Nordrhein-Westfalen wurden zwar weitere Betreuungsplätze für unter Dreijährige in den Kindergärten geschaffen. Aber: Erstens seien es  nicht genug. Und zweitens stellten die oftmals starren Öffnungszeiten der Einrichtungen für viele Eltern ein Problem dar, berichtet Renate Mohr vom Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) in Ibbenbüren. Der SkF koordiniert den Einsatz von Tagesmüttern im Altkreis Tecklenburg und kooperiert auch mit den „Feldmäusen“.

Die Gründung der Gruppe ist ein wenig dem Zufall geschuldet. Inga Schweppe wohnt mit ihrer Familie in dem großen Gebäude am Buchholz 1. Die gelernte Erzieherin  und Heilpädagogin, Mutter zweier Mädchen (8 Jahre und 13 Wochen), interessierte sich für eine Tätigkeit als Tagesmutter.

Dadurch bekam sie Kontakt zum SkF. Und dort lief  die 32-Jährige offene Türen ein. „Wir sind froh über jede Meldung“, betont Renate Mohr.

Nach ersten Gesprächen war schnell klar, dass hier für das Tecklenburger Land eine Tagespflege mit Modellcharakter  ins Leben gerufen  werden könnte. Und für Inga Schweppe war es die Chance, Familie und Beruf optimal unter dem eigenen Dach unter einen Hut zu bringen.

 

Inga Schweppe (links) und Stephanie Dombrowsky (rechts) können in der Kindertagespflege „Die Feldmäuse“ bis zu neun Kinder betreuen. Es sind noch Plätze frei. Die Erzieherinnen arbeiten mit dem Sozialdienst katholischer Frauen in Ibbenbüren zusammen, auf dem Bild vertreten durch Kathi Althaus (hinten links) und Renate Mohr (2. von rechts).Foto: Frank Klausmeyer

Mit  Stephanie Dombrowsky (34) aus Belm hat sie eine Mitstreiterin gefunden. Die Erzieherin, Mutter von Zwillingen (4), war bereits  in einem Kindergarten in Bissendorf-Schledehausen Kollegin von Inga Schweppe.

Das lichtdurchflutete Dachgeschoss der früheren Schule ist für die Bedürfnisse der Kindertagespflege umgebaut worden. Neben einem großen Betreuungsraum wurden auch Rückzugs- und Ruheräume geschaffen. Die Bestuhlung ist selbstverständlich ebenso kindgerecht, wie Betten, Garerobe und die Sanitärräume. Draußen gibt es eine große, abgeschlossene Spielwiese. Dort steht derzeit zwar nur ein Sandkasten. „Zum kommenden Sommer wollen wir aber  noch andere Spielgeräte anschaffen“, kündigen Inga Schweppe und Stephanie Dombrowsky an.

Dass „Die Feldmäuse“ mitten auf dem „platten Land“ ihr Domizil haben, ist für die Erzieherinnen kein Problem. Im Gegenteil: „Wir haben hier ganz viel Natur in der Umgebung“, betont     Stephanie Dombrowsky. In der wärmeren Jahreszeit wisse man sicher daraus Kapital zu schlagen.

Ihre langjährige Berufserfahrung wollen die beiden Betreuerinnen natürlich auch in ihre alltägliche Arbeit fließen lassen. Für die  Kinder  solle es Kreativ- und Projektangebote geben, zudem seien Möglichkeiten zur Sinneserfahrung und -schulung    gegeben.

Bis zu neun Kinder können gleichzeitig betreut werden. Der Schwerpunkt liegt zwar bei den Kleinkindern, bei Bedarf  wollen sich „Die Feldmäuse“ aber auch Älteren öffnen. Wie überhaupt Inga Schweppe und Stephanie Dombrowsky den Eltern flexibel entgegenkommen möchten. Auf Wunsch können die Kinder  bereits ab 7 Uhr abgegeben werden, je nach Absprache sei auch eine Betreuung bis in die Abendstunden möglich, versichern die beiden. Für Kinder, die mittags da bleiben, werde frisch gekocht.

Die Elternbeiträge entsprächen den Kosten für die Betreuung in einem regulären Kindergarten, erklärt Renate Mohr. Dabei weist sie auf eine wesentliche Neuerung hin: Hatten früher nur Alleinerziehende einen  Anspruch auf Zuschüsse des Jugendamtes für die Tagespflege, könnten jetzt auch Ehepaare Anträge stellen. Voraussetzung sei eine Berufstätigkeit oder Ausbildung der Eltern und ein Betreuungsbedarf von mindestens 15 Stunden pro Woche. Die Anträge müssen beim SkF in Ibbenbüren gestellt werden. Kontakt: SkF Ibbenbüren, Telefon 05451/968681 (Renate Mohr)

 

 

 

Zum Thema

SkF sucht weiter qualifizierte Tagesmütter

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. in Ibbenbüren ist seit dem 1. April 2001 als sogenannter Delegationsträger für das Kreisjugendamt Steinfurt im Altkreis Tecklenburg für den Aufgabenbereich der Kindertagespflege zuständig. Die Kindertagespflege soll wie die ihr rechtlich gleichgestellten Kindergärten und -tagesstätten  die Förderung der Entwicklung des Kindes unterstützen und nicht zuletzt eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie gewährleisten.

Diese Betreuungsform in einer familienähnlichen Situation werde durch qualifizierte Tagesmütter, selten Tagesväter, angeboten, betont Renate Mohr vom SkF. Derzeit seien im Altkreis Tecklenburg rund 160 Kinder in der Tagespflege, die von rund 100 Tagesmüttern betreut würden.

Bei Bedarf können sich Eltern und Alleinerziehende an die SkF-Fachberatung wenden.

Im gemeinsamen Gespräch werden die Voraussetzungen geprüft, der Bedarf ermittelt und im Anschluss eine vom Fachdienst überprüfte, qualifizierte Betreuungsperson vorgeschlagen. Eltern können dann einen Antrag auf Gewährung von Kindertagespflege stellen. Bei Vorlage der Voraussetzungen erhalten Eltern je nach Höhe ihres Jahresbruttoeinkommens und des Betreuungsumfangs einen Jugendamtszuschuss zu den Betreuungskosten.

Die  Nachfrage nach diesem Betreuungsangebot sei erheblich gestiegen, betont Renate Mohr. Besonders in Hopsten, Recke und Mettingen sei ein Bedarf an weiteren Tagesmüttern gegeben.

Bei Interesse an dieser Tätigkeit können sich potenzielle Bewerberinnen – auch gerne aus anderen  Orte – unter Telefon  05451/96860 an die Fachberatung Kindertagespflege beim Sozialdienst katholischer Frauen Ibbenbüren wenden.|www.skf-ibbenbueren.de

 

 

 

Wir danken den Westfälischen Nachrichten für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 05.11.2008

 

 

 

Bundespräsident zeichnet Anneliese Bruns mit dem Verdienstkreuz aus

Feierstunde mit Bundespräsident Köhler im Schloss Bellevue/Verständigung der Generationen

 

Berlin/Ibbenbüren (von Anke Beiing) Sehr aufgeregt war Anneliese Bruns nicht. Den Schlaf hatte ihr die bevorstehende Begegnung mit Bundespräsident Horst Köhler nicht geraubt. Als sie dann aber im Festsaal des Berliner Schlosses aufgerufen wurde, war ihr doch etwas beklommen zumute. Im Rampenlicht zu stehen ist einfach nicht ihr Ding. Anneliese Bruns engagiert sich lieber still. Und das seit 25 Jahren. Für ihr ehrenamtliches Engagement vor allem für die Verständigung zwischen jung und alt, erhielt sie am Dienstag das Bundesverdienstkreuz am Bande – aus den Händen von Horst Köhler persönlich. Anneliese Bruns investiert seit 25 Jahren viel Zeit in ihr sozial-karitatives Engagement.

Horst Köhler gratuliert Anneliese Bruns im Schloss Bellevue. (Foto: Anke Beiing)

Unter anderem war sie zwölf Jahre lang Vorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF).

 

 

 

 

Im Jahr 2000 gehörte die Hopstenerin, die inzwischen in Tecklenburg lebt zu den Gründerinnen der Bürgerstiftung Tecklenburger Land. In beiden Organisationen sorgte die heute 75-Jährige immer wieder für neue Impulse, war Ideengeberin und als treibende Kraft an der Einrichtung etlicher Fachdienste im SkF beteiligt. In der Bürgerstiftung initiierte sie die Projekte „Alt für Jung“ und „Jung für Alt“.

Arbeit sei das alles nie für sie gewesen, erzählte Anneliese Bruns, nachdem der Bundespräsident ihr das Bundesverdienstkreuz überreicht hatte. „Ich habe das immer gern gemacht.“ Zu ihrer Feierstunde wurde Anneliese Bruns von ihrer Tochter Karin Wejdling, Ludger Börgermann, Geschäftsführer des SkF, und German Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung, begleitet.

„Das Miteinander der Generationen hat Konjunktur in Deutschland“, sagte Horst Köhler. Statt des viel beschworenen Konfliktes erlebe er vor allem Verständnis. Diese Entwicklung schrieb er auch dem Engagement der 20 Menschen zu, die er Dienstag ehrte. Ehrenamt zeichne sich durch Tatkraft, Ausdauer und Organisationstalent aus. „Die Möglichkeit, sich so zu engagieren, ist ein Geschenk des demografischen Wandels“, erklärte der Bundespräsident. Denn die Zeit dazu sei oftmals erst da, wenn die Kinder aus dem Haus seien.

Nachdem Horst Köhler alle Verdienstkreuze verliehen hatte, endete die Feierstunde mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne. Anschließend hieß Köhler seine Gäste zusammen mit seiner Gattin Eva Luise bei einem Empfang im Schloss Bellevue willkommen.

 

Anneliese Bruns freute sich über die offizielle Anerkennung dessen, was sie über die Jahre für bedürftige Menschen auf die Beine gestellt hat. Noch glücklicher war die Preisträgerin allerdings, als der Rummel um ihre Person endlich vorbei war, sie das Berliner Schloss hinter sich ließ und sich zusammen mit ihrer Tochter und ihren beiden langjährigen Weggefährten Rieping und Börgermann in kleiner Runde zurückziehen konnte. Im Mittelpunkt zu stehen, das ist eben einfach nicht ihr Ding.

Ludger Börgermann, Geschäftsführer des SkF (l.), Gemran Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung und Karin Wejdling, Tochter der Geehrten, hatten die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes Anneliese Bruns nach Berlin begleitet. (Foto: Anke Beiing)

 

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

Fotogalerie von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Frau Anneliese Bruns 

(Fotos von Anke Beiing, IVZ)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Informationsveranstaltung für künftige Adoptiv- und Pflegeeltern

 

 

 

Der Sozialdienst katholischer Frauen e. V. (SKF) Ibbenbüren lädt am Montag, 10.11.08 um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung über die Aufnahme von Adoptiv- und Pflegekindern ein.

Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Adoptiv- und Pflegekindern? Wie wird man Pflege- oder Adoptiveltern? Welche Erwartungen und Anforderungen werden an potentielle Pflegeltern gestellt?  Wie sieht der Prozess bis zur Aufnahme eines Kindes aus?

Dieses sind typische Fragen, auf die Sie Antworten finden werden. Der Informationsabend ist eine erste Einführung in die Thematik und behandelt die rechtlichen Grundlagen, das Vorbereitungs- und Qualifizierungsverfahren für Bewerber sowie die Aufgabe der Vermittlungsstelle und des Jugendamtes.

 

Unser Team vom Adoptions- und Pflegekinderdienst

Weiterhin wird über die fachliche Beratung und Unterstützung der Familien nach Aufnahme eines Kindes informiert.

Anmeldungen bitte  unter SKF e. V. Oststr. 39 in 49477 Ibbenbüren, Telefon: 05451/96860

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 27.10.2008

 

 

 

Soziales und bürgerliches Engagement ist gefragt

 

 

 

Zum Abschluss der „Woche bürgerschaftlichen Engagements“ informierte gestern  die Freiwilligenbörse „KISTE“ auf dem Oberen Markt über die vielfältigen Möglichkeiten, soziale Ehrenämter in der Stadt Ibbenbüren zu übernehmen. Wer beispielsweise schon bald  Wunschgroßmutter oder -Großvater sein oder beim Ohrenbär in der Stadtbücherei Geschichten vorlesen wollte; wer sich vorstellen konnte, beim Sozialdienst katholischer Frauen seine Lebenserfahrung mit anderen zu teilen,  sich beim Deutschen Roten Kreuz zu engagieren oder einen Jugendlichen zu "coachen“, der hatte reichlich Gelegenheit, sich am Stand der „Kiste“ von (v. l.) Edda Jagemann, Marlies Feldhaus und  Annette Brugger ausführlich beraten zu lassen. Foto: Simon Tönies

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 19.08.2008

 

 

Viele der Kinder mussten Todesängste durchleiden

 

 

(von Tobias Vieth): Tecklenburger Land. Als die junge Frau schwanger wurde, war sie schon zwölf Jahre in psychiatrischer Behandlung. Diagnose Schizophrenie. An eine normale Familie war da gar nicht zu denken, im Gegenteil. Um das ungeborene Leben zu schützen, wurde die Mutter für die Dauer der Schwangerschaft sogar geschlossen untergebracht. Und als die kleine Tochter das Licht der Welt erblickte, war lange klar, dass sie Pflegeeltern braucht, die das Mädchen nach einiger Zeit auch adoptieren könnten.

Das ist nur ein Fall, den Roswitha Göcke und Marion Nagel in ihrer Arbeit beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Ibbenbüren kennengelernt haben. Und es sei nicht die Regel, dass ein Kind direkt nach der Geburt in die Adoptionspflege kommt, erzählen die beiden Mitarbeiterinnen des fünfköpfigen Teams im Adoptions- und Pflegekinderdienst. Der Fall, dass sich die Eltern schon während der Schwangerschaft entscheiden, das Kind zur Adoption freizugeben und dem Säugling so schlimme Erfahrungen erspart bleiben, sei eher die Ausnahme.

Im Gegenteil: Die meisten Kinder, die in eine Pflegefamilie vermittelt werden und später adoptiert werden, haben ihre Geschichte. „Die haben etwas erlebt“, sagt Sozialarbeiterin Marion Nagel mit ernster Miene. Sie berichtet von Säuglingen, die in der dunklen Wohnung tagsüber allein im Bett lagen, ohne Ansprache, sich selbst überlassen. Kinder, die nicht regelmäßig zu essen bekamen, die misshandelt und missbraucht wurden. Kurz: Kinder, die schon im jüngsten Alter Todesängste durchleiden mussten. „Das sind wirklich traumatische Erfahrungen“, sagt Marion Nagel.

Wenn sich Eltern entscheiden, Adoptiv- oder Pflegekinder aufzunehmen, müssen sie diese Vorgeschichte der Kinder genau kennen und berücksichtigen. Und – so lautet die Erfahrung der SkF-Mitarbeiterinnen: Die Kinder gesunden seelisch nicht einfach dadurch, dass sie fortan in einem normalen Umfeld leben und andere Erfahrungen machen als bei ihren leiblichen Eltern. Vielmehr testen sie mit ihrem Verhalten die „neuen“ Eltern über Jahre auf ihre Verlässlichkeit, und das auf teils extremste Weise.

Marion Nagel und Roswitha Göcke in einer Besprechung. Manchmal sprechen sie bei der Arbeit von "unseren Kindern" (Foto: Tobias Vieth)

Marion Nagel nennt das Beispiel von Kindern, die hungern mussten. „Die müssen rechts und links etwas zu essen in der Hand haben“, erzählt sie. Es gebe auch Pflegefamilien, die in der Küche eine Schublade hätten, in der das Kind zu jeder Zeit etwas zu essen findet.

Was wie der Weg zum Übergewicht klingt, habe für das krisengeschüttelte Kind eine ganz wichtige Funktion. „Hier bekommst du immer was zu essen“, müsse dem Kind deutlich werden, erklärt Marion Nagel. Ein Vierjähriger, der schon seit zwei Jahren in einer Pflegefamilie wohnte, habe einmal fünf Minuten auf das Essen vom Herd warten sollen, erzählt sie. Das Kind sei wutentbrannt in sein Zimmer gerannt und habe geschimpft: „Wusst ich‘s doch: Hier krieg‘ ich auch nichts zu essen.“

Auch auf andere Ideen der Erziehung würden Eltern bei ihren eigenen Kindern wohl kaum kommen. „Ein Pflegekind kann gut gerne mit sieben Jahren noch im Elternbett liegen“, erzählt Roswitha Göcke. Zum Beispiel dann, wenn das Bett für das Kind negative Erfahrungen bedeutet und früher nur zum Wegsperren diente.

Das Team des Adoptions- und Pflegekinderdienstes: Eva Lanze, Ruth Schwarz, Marion Nagel und Roswitha Göcke. Es fehlt Bärbel Becker-Vörckel.

Wer ein Pflege- oder Adoptivkind hat, der komme mit klassischer Erziehung im Sinne von Strenge und Konsequenz nur selten weiter, sagt Göcke. Und trotzdem müsse es eine klare Alltagsstruktur mit ebenso klaren Regeln geben: „Ich kann nicht alles erlauben.“ Ein schwieriger Balanceakt für die „neuen“ Eltern.

Überwiegend seien es kinderlose Familien, die sich als Pflegefamilie den Familienwunsch erfüllen. Die Ausnahme von dieser Regel gebe es bei extrem schwierigen Kindern. „Dann sind es Profis mit pädagogischer Vorbildung“, sagt Roswitha Göcke. Diese Familien hätten häufig bereits eigene Kinder, die bereits aus dem Gröbsten heraus sind. „In diesen Familien steht dann nicht das Elternwerden im Vordergrund, sondern die Chance für das Kind“, sagt Göcke.

 

 

 

Auch wenn die Familie für das Kind eine neue ist, gebe es Herkunftsarbeit, erklären die SkF-Mitarbeiterinnen. Dazu gehören oft auch Umgangskontakte mit den leiblichen Eltern. Die wiederum könnten dann sehen, wie gut es den Kindern in der Pflegefamilie geht. Und dann ist es schon dazu gekommen, dass die leiblichen Eltern darum baten, dass die Pflegefamilie das Kind doch adoptiere. Göcke: „Und genau das streben wir an.“

Wer Pflegefamilie werden möchte, kann sich beim Team des Adoptions- und Pflegekinderdienstes des SkF in Ibbenbüren melden, Tel. 0 54 51/ 96 86-0.

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 19.08.2008

 

 

Pflegefamilie und Adoption: Zahlen und Fakten

 

 

(von Tobias Vieth): Tecklenburger Land. Der SkF Ibbenbüren hat im Gebiet des Kreises Steinfurt im Jahr 2007 insgesamt 73 Kinder in 66 Pflegefamilien betreut. 13 Kinder wurden neu in Pflegefamilien vermittelt. Die Aufnahme von Kindern in Pflegefamilien ist der häufigere Fall als die Adoption, es gab 2007 im Arbeitsbereich des SkF nur zwei Adoptionen.

Das  Jugendamt  der  Stadt Ibbenbüren  unterhält  gemeinsam  mit  der  Stadt Rheine eine  Adoptionsvermittlungsstelle in Rheine. Dort werden auch Auslandsadoptionen vermittelt, was der SkF nach rechtlichen Veränderungen nicht mehr tut.

Insgesamt gab es im Kreis Steinfurt im vergangenen Jahr 33 Adoptionen. Allein in 22 dieser Fälle waren es der Stiefvater oder die Stiefmutter, die das Kind adoptierten, zwei Kinder wurden von Verwandten adoptiert. Die Adoption durch nicht Verwandte ist dagegen mit neun Fällen eher die Ausnahme.

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 19.08.2008

 

 

Was Pflegeeltern können sollten...

 

 

(von Tobias Vieth): Eigentlich, sagen Marion Nagel und Roswitha Göcke, gibt es kein Ausschlusskriterium für Pflegeeltern. „Wir erwarten keine Vorerfahrungen.“ Eine große Liebe zu Kindern sei wichtig und der Wunsch, mit Kindern leben zu wollen.

Für kinderlose Paare, die so ihren Familienwunsch verwirklichen wollen, ist aber eines ganz wichtig: Die Trauer über die eigene Kinderlosigkeit müsse überwunden sein. Wer mit seiner Trauer nicht abgeschlossen hat, kann sich dieser neuen Aufgabe kaum stellen.

Die Eltern müssen sich im Vorfeld gründlich mit den Pflegekindern auseinandersetzen, werden mit einem Kursus von sechs mal drei Stunden durch den SkF vorbereitet. Und die so entstehende Familie muss sich darüber klar sein, dass sie das „Anderssein“ (Göcke) ein Leben lang begleiten wird.

Ganz wichtig sei die Bereitschaft, sich voll und ganz auf das Kind einzulassen, inklusive aller Probleme. Die Kinder seien häufig beziehungslos und schmerzunempfindlich, sie weinen nicht. Die Kinder brauchen korrigierende Erfahrungen, die Pflegeeltern müssen über Jahre deutlich zeigen, dass sie anders sind. Dann könne das Kind erste „Aha-Erlebnisse“ machen, werde aber auch frühere Situationen inszenieren, um zum Beispiel über dauerndes nächtliches Schreien die Verlässlichkeit der Pflegeeltern immer wieder zu testen. „Erst dann setzt ein Heilungsprozess ein“, sagt Göcke. Und erst dann könnten die Kinder neu Vertrauen und Sicherheit entwickeln.

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Bericht von Radio RST vom 28.08.2008

 

 

 

Ehrenamtsbörse bei RADIO RST vermittelt engagierte Bürger

Ehrenamtliche rechtliche Betreuer/innen gesucht

 

Der Betreuungsverein des Sozialdienst katholischer Frauen in Ibbenbüren organisiert ehrenamtliche, rechtliche Betreuung für hilfsbedürftige Menschen. Erwachsenen, die ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht (mehr) selbständig regeln können, wird vom Amtsgericht ein(e) rechtliche(r) Be-treuer(in) zur Seite gestellt. Die/Der Betreuer(in) ist als gesetzlicher Vertreter tätig. Ziel ist, die rechtliche Situation der Betreuten zu verbessern und noch größtmöglichen Raum für Selbstbestimmung und Verwirklichung des eigenen Lebenskonzeptes für die Betroffenen zu ermöglichen.

 

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Beitrag von RADIO RST zum Thema "Ehrenamtliche rechtliche Betreuer/innen gesucht"

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Menschen, die sich für diese Aufgabe interessieren, werden vom Betreuungsverein fachlich geschult und begleitet. Regelmäßige Fortbildungen, Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten und fachliche Beratung und Begleitung in der Betreuungsarbeit gehören zu den Leistungen des Betreuungsvereins für ehrenamtlich Tätige. Über den Verein ist auch der Versicherungsschutz sichergestellt. Einfühlsame Menschen, die mindestens 18 Jahre alt sind und bereit sind, sich die erforderlichen Kenntnisse für die Tätigkeit anzueignen, sind für diese verantwortungsvolle ehrenamtliche Aufgabe genau richtig.

Kontakt: Freiwilligenbörse Kiste Oststraße 39, 49477 Ibbenbüren, Telefon 05451 / 96860, e-mail: kiste.ibb@gmx.de oder Frau Ute Middendorp und Frau Gabriele Pfeiffer, Tel. 05451 / 9686-0.

Wir danken RADIO RST für die Bereitstellung dieses Beitrags.

 

 

 

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Fortbildungen für rechtliche Betreuerinnen und Betreuer

II. Veranstaltungsreihe im Jahr 2008 mit vier Vorträgen

 

 

 

 

Die Betreuungsvereine des Caritasverbandes Rheine e.V., des Caritasverbandes für das Dekanat Steinfurt e.V. und des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. in Ibbenbüren beraten und begleiten ehrenamtliche rechtliche Betreuer/innen aus dem Kreis Steinfurt. Im zweiten Halbjahr 2008 bieten die Betreuungsvereine erneut ein interessantes Fortbildungsprogramm zur Unterstützung von ehrenamtlichen rechtlichen Betreuern und Betreuerinnen.

Am Dienstag, den 09.September 2008 beginnt um 19.30 Uhr in den Räumlichkeiten des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V., Oststr. 39 in Ibbenbüren die Fortbildungsveranstaltung „Versicherungen für behinderte Menschen“. Referent an diesem Abend ist Herr Hoelscher, Mitarbeiter der Bruderhilfe-Versicherung und Sonderbeauftragter für Menschen mit Behinderungen. Herr Hoelscher informiert u. a. über Haftpflicht-, Hausrat- und Unfallversicherungen sowie über Riester-Renten für Beschäftigte in einer Behindertenwerkstatt. Anmeldungen unter der Telefonnummer 05451/ 9686-0.

Am Donnerstag, den 09. Oktober 2008 lädt der Caritasverband Steinfurt e.V. um 18.30 Uhr in die LWL-Tagesklinik für psychisch Kranke, Arnold-Kock-Str. 10 in Steinfurt zur Fortbildung  „Mein(e) Betreute(r) ist psychisch erkrankt – Wie gehe ich damit um?“ ein. Referieren wird die Sozialarbeiterin und Familiensystemikerin Frau Wessels aus der LWL-Tagesklinik. Kernpunkt der Veranstaltung bilden die Fragen: Wie erkenne ich überhaupt, dass mein(e) Betreute(r) psychisch erkrankt ist und wie gehe ich damit um? Darüber hinaus stellt die Referentin das Arbeitskonzept der Tagesklinik sowie die Räumlichkeiten vor. Anmeldungen nimmt der Caritasverband unter der Telefonnummer 02552/ 706-0 entgegen.

Thema der Fortbildung des Caritasverbandes Rheine e.V. am Mittwoch, den 22. Oktober 2008 ist  „Der Aufgabenbereich Gesundheitsfürsorge“. Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr im St. Josef-Stift, Am Markt 2-4 in Emsdetten statt. Die Amtsgerichtdirektorin beim Amtsgericht Rheine, Frau Kremer, wird über die Rechte und Pflichten eines rechtlichen Betreuers im Aufgabenkreis Gesundheitsfürsorge informieren. Anmeldungen unter der Telefonnummer 05971/ 86 23 32.

Schließlich plant der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. am 04. November 2008 die Einführungsveranstaltung „Das Einmaleins der rechtlichen Betreuung“. Diese  Veranstaltung richtet sich an  ehrenamtliche  rechtliche  Betreuerinnen  und  Betreuer,

 

die während des letzten Jahres durch das Amtsgericht bestellt worden sind und an diejenigen, die ihre Kenntnisse auffrischen oder erweitern möchten. Um 19.30 Uhr lädt der Sozialdienst katholischer Frauen e.V.  in die Räumlichkeiten Oststr. 39 in Ibbenbüren ein. Referieren wird Frau Heitkamp, Dipl. Rechtspflegerin beim Amtsgericht Tecklenburg. Anmeldungen unter der Telefonnummer 05451/ 9686-0.

Neben den ehrenamtlichen rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer sind auch Interessierte herzlich willkommen.

 

 

Das Fortbildungsprogramm für ehren- amtliche rechtliche Betreuer/innen für das zweite Halbjahr 2008 der Betreuungs- vereine im Kreis Steinfurt liegt in Altenheimen, Behörden und Institutionen im Amtsgerichtsbezirk Ibbenbüren und Tecklenburg kostenlos für Interessierte aus.

 

 

 

 

 

 

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Keine Angst vorm Ehrenamt - Betreuungsvereine der Caritasverbände im Kreis und des Sozialdienstes kath. Frauen e. V. Ibbenbüren ziehen positive Bilanz

 

 

 

Die Mitarbeiterinnen der Betreuungsvereine des Caritasverbandes Rheine, des Caritasverbandes Steinfurt-Borghorst und des SkF-Ibbenbüren zogen in ihrer letzten Sitzung eine überaus positive Bilanz des Jahres 2007.

In kaum einem sozialen Fachbereich ist der ehrenamtliche Einsatz so groß wie bei den ehrenamtlichen rechtlichen Betreuern. Insgesamt konnten die Betreuungsvereine im Kreis Steinfurt im vergangenen Jahr weitere 80 neue ehrenamtliche rechtliche Betreuer gewinnen, obwohl dieses keine leichte Aufgabe ist. Diese ehrenamtlich tätigen Betreuer wurden durch die zuständigen Amtsgerichte im Kreis Steinfurt bestellt.

Davon waren 61 Personen aus dem familiären Umfeld und 19 Personen außerfamiliär. Familiäre Betreuer werden Betreuer aus dem engeren Familienumfeld wie z.B. Kinder für ihre an Demenz erkrankten Eltern oder Eltern für ihre behinderten volljährigen Kinder. Außerfamiliäre Betreuer sind Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und bereit sind, die rechtliche Vertretung für eine hilfsbedürftige Person zu übernehmen.

Insgesamt wurden 501 ehrenamtliche Betreuer/innen bei der Führung ihres Ehrenamtes durch die drei Betreuungsvereine im Jahr 2007 begleitet. Außerdem wurden 48 Vorsorgebevollmächtigte (d.h. Personen, die die rechtliche Vertretung eines Menschen mit Hilfe einer Vorsorgevollmacht wahrnehmen) beraten und begleitet. Die Beratung und Begleitung der ehrenamtlichen rechtlichen Betreuer und der Vorsorgebevollmächtigten erfolgte durch sechs Fortbildungsveranstaltungen, vier Informationsabende zum Erfahrungsaustausch und 645 Einzelberatungen.

 

Die ehrenamtlichen Betreuer werden von 6 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Betreuungsvereine intensiv begleitet und unterstützt. Auch eine Urlaubsvertretung ist selbstverständlich.

 

Ute Middendorp und Gabriele Pfeiffer; Mitarbeiterinnen des Betreuungsvereins des SkF Ibbenbüren e. V.

Immer mehr Menschen können ihre Angelegenheiten wegen Krankheit oder Alter nicht mehr selbstständig regeln. Der Bedarf der Betreuungen im Kreis Steinfurt steigt von Jahr zu Jahr.

Rat suchen auch immer mehr Menschen zum Thema Vorsorgevollmacht und zu Betreuungsverfügungen. Dem großen Interesse entsprechend sind von den Betreuungsvereinen 18 Informationsveranstaltungen im letzten Jahr durchgeführt worden. 48 Vorsorgebevollmächtigte wurden in Einzelgesprächen durch die Betreuungsvereine begleitet und 346 Beratungsgespräche wurden zur Erstellung einer Vorsorgevollmacht geführt.

Sollten Sie Interesse an der Führung eines Ehrenamtes haben, Begleitung bei der Führung Ihres Ehrenamtes wünschen oder Fragen zur Vorsorgevollmacht haben steht Ihnen unser Betreuungsverein gern zur Verfügung.

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 26.07.2008

 

 

 

2000 Euro für die Arbeit der Ibbenbürener Tafel

 

 

 

(Foto: Tobias Vieth)

 

Zur Neueröffnung der Ibbenbürener Filiale der Sparda-Bank hat die Bank der Ibbenbürener Tafel im SkF eine Spende von 2000 Euro überreicht. Während der gestrigen Feierstunde überreichten Teamleiter Marcus Bögge (l.) un der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank, Johann Kapl (2. v. r.), den Scheck an SkF-Geschäftsführer Ludger Börgermann (2. v. l.) und SkF-Vorsitzende Annemarie Böder (m.). "Ihr Geld wird dafür verwandt, dass der Bulli fahren kann", sagt Börgermann. Auch Stromkosten seien immens. Die Tafel holt von 27 Händlern nicht mehr verkaufsfähige Ware ab und verteilt sie an Bedürftige. Mittlerweise habe man 400 Berechtigungsscheine ausgegeben, was 900 Menschen aus Ibbenbüren und Umgebung entspreche. Die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Köster (r.) hatte zuvor die Sparda-Bank im neuen Domizil begrüßt.

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 10.06.2008

 

 

Hopstener spenden gepurzelte Pfunde als Lebensmittel

 

 

(von Mechthild Schiwenheer) Hopsten. "Obwohl ich ganz in der Nähe wohne, zehn Kilogramm Mehl zu schleppen ist ganz schön schwer", äußert sich eine Teilnehmerin des Hopstener Weight-Watcher-Treffens im Anna-Stift in Hopsten. Dabei ist die junge Frau stolz, denn dies ist das Gewicht, was sie vor einigen Wochen noch als "Hüftgold" mit sich herum schleppte.Immer mehr Frauen, darunter nur vereinzelt einige Männer, betreten das Café im Anna-Stift und legen viele Kilo Lebensmittel auf einen Tisch. "Die Idee unsere in diesem Kursus abgenommenen Pfunde als Lebensmittel für die Ibbenbürener Tafel zu spenden, komme aus einer anderen Weight-Watchers-Gruppe, wurde von uns aber gerne aufgenommen", erklärt Gruppenleiterin Silke Schröer. Sie ist mit ihrem Kursus sehr zufrieden. 89 Teilnehmer, davon 21 aus Hopsten, haben von März bis Anfang Juni mehr als 300 Kilogramm abgenommen. Das sei ein gutes Durchschnittsergebnis und bis August, wenn sie ihren Kursus abgebe, werde noch eine Menge geschafft, verspricht Silke Schröer.

Die ausgebildete Gruppenleiterin hatte in den vergangenen Wochen wertvolle Informationen zur gesunden Ernährung gegeben, zu Bewegung und Sport animiert und Strategien aufgezeigt, seine Essgewohnheiten zu ändern. Mehrere Teilnehmerinnen haben um die 18 Kilo, eine sogar 33 Kilogramm ihres Gewichts verloren. Eine Frau, die nicht abgenommen hatte, so Silke Schröer, habe die fehlenden Kilos zum Wunschgewicht als Lebensmittelspenden auf den Tisch gelegt. Insgesamt herrscht eine positive Stimmung im Raum. Über die zahlreichen Lebensmittelspenden freute sich besonders Gabriele Andresen vom SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) und ihre ehrenamtlichen Helfer Gerda Hänsel und Karl Witthake.

Sie arbeiten für die Ibbenbürener Tafel, wo Bedürftige mit Kundenausweis im Sozialkaufhaus einkaufen können. "Im Schnitt kaufen bei uns 60 Familien an einem Tag ein. Sie erhalten Lebensmittelspenden gegen eine Gebühr von 1,50 Euro pro Erwachsenen und 50 Cent pro Kind", teilten die Helfer der Ibbenbürener Tafel mit. "Wir sind auf Spenden angewiesen", so Gabriele Andresen. Sogar das Einsammeln von Lebensmitteln bei verschiedenen Geschäften belaste den Etat wegen der hohen Benzinkosten. Im Sozialkaufhaus des SkF sind die Ibbenbürener Tafel, die Suppenküche, ein Möbellager, Haushaltslädchen und eine Kleiderkammer sowie eine soziale Beratungsstelle untergebracht. Immer mehr Menschen seien auf Hilfen angewiesen, machte das SkF-Team deutlich.

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 18.06.2008

 

Ibbenbürener Tafel im SkF e. V. erhält ein gebrauchtes Kühlfahrzeug

 

 

 

Ibbenbüren. Pro Jahr fahren die Mitarbeiter des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) gut 10.000 Kilometer, um Lebensmittelspenden für die      Ibbenbürener Tafel abzuholen. Ab sofort steht ihnen für diese Fahrten ein Transporter zur      Verfügung,     der       mit  einer     Kühlung ausgestattet ist. „Insgesamt arbeiten wir mit 27 Firmen aus der           Umgebung       sehr      gut      zusammen“,  erzählt SkF-Geschäftsführer Ludger Börgermann. Zusammen mit Annemarie Böder, Vorsitzende des SkF, und Josef Deß, der die Tafel organisiert, freut er sich sehr über den gebrauchten Hyundai H 1 mit integrierter Kühlung, den die Tafel jetzt für den Transport der Lebensmittel nutzen wird.Der SkF hat selbst auch einen kleinen Teil zu seinem neuen Gefährt beigesteuert. Den größten Teil der Anschaffungskosten trugen      allerdings     mehrere Spender. Hauptsponsor ist Thomas Bäumer, Inhaber des gleichnamigen  Autohauses. Doch auch die Ibbenbürener Hauptstelle der Volksbank Tecklenburger Land und die Hörsteler Kolpingsfamilie haben einen Teil des Kaufpreises übernommen. Zusammen mit André Gebbe, Filialleiter der Volksbank-Hauptstelle sowie Bernhard Reeker und Hermann Lüttel, Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender der Kolpingsfamilie Hörstel, überreichte Thomas Bäumer gestern die Schlüssel für den Wagen an Ludger Börgermann.

 

Übergabe des Kühltransporters: (von links:)  Herr Recker und Herr Lüttl (Kolpingfamilie Hörstel), Herr Gebbe (Volksbank Tecklenburger Land), Herr Bäumer (Autohaus Bäumer), Frau Böder (Vorsitzende des SkF e. V.), Herr Börgermann (Geschäftsführer des SkF e. V.) und Herr Deß (Mitarbeiter des SkF e. V.).

Der Hyundai wurde bisher für den Transport von Lebensmitteln am Flughafen genutzt. Die Temperatur im Ladebereich des Wagens kann bis auf vier Grad abgesenkt werden. „Damit wird die Kühlkette nicht mehr unterbrochen“, erklärt Ludger Börgermann. „Jetzt können wir auch mal solche Dinge wie Pizza oder Torten anholen.“

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 23.06.2008

 

 

 

Nicht mit der heißen Nadel  genäht - SkF und Fabi peppen Altkleider auf

 

 

 

(von Klaus Rotte) Ibbenbüren.

Das Silberjubiläum  hat die Kleiderkammer des  Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) bereits hinter sich. Seit etwa einem Jahr  ist der Textilladen für Bedürftige unter dem Dach des  neuen Sozialkaufhauses des SkF in der Alten Honigfabrik an der Klosterstraße zu Hause  - zusammen mit der "neuen" Familienbildungsstätte. Die räumliche Nähe von SkF und Fabi regt prompt zur Zusammenarbeit beider Institutionen an. Sozialarbeiterin Gabriele Andresen, Leiterin des Sozialkaufhauses, berichtet: "Der SkF betreibt seit April  in Kooperation mit der Fabi ein Projekt mit dem Namen "anziehend.'"  Unter Anleitung   von Schneidermeisterin   Ulrike Richter, Hauptamtliche der Fabi, sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des SkF werden  sogenannte Brücken-Jobberinnen damit beschäftigt,  Textiles aus der Kleiderkammer aufzupeppen.

Viele durchaus hochwertige Teile könnten nur deshalb  nicht dem Second-hand-Kreislauf zugeführt werden, weil sie vom Schnitt nicht mehr  demletzten Schrei entsprächen. Manchmal genüge es, ein Kostüm bloß zu kürzen,auf Taille umzuschneidern oder mit ein paar pfiffigen Accessoires zuversehen, erläutert Profi-Schneiderin Richter. Auf diese Weise  könntenschier unverkäufliche Stücke vor dem Reißwolf gerettet und noch für kleines Geld für soziale Zwecke weiterveräußert  werden.Etwa ein Dutzend handarbeitlich geschickte "Brückenjobberinnen"  beteiligten sich  an dem Projekt, das   in der vergangenen Woche zu Ende ging. "Die Frauen werden    erleben, dass die Sachen, an denen sie gearbeitet haben, noch Käufer finden", prophezeit  Ulrike Richter.

 

Gelegenheit zum Einkauf bietet sich  zum Tag der offenen Tür, wenn sich das Sozialkaufhaus des SkF nach  abgeschlossenem Umbau im Sommer der Öffentlichkeit vorstellt.  Ein-Euro-Jobberinen zu qualifizieren oder  den Kontakt zur Arbeitswelt wieder herzustellen, das sei für den SkF "ein Versuchsballon gewesen", erklärt Gabriele Andresen.

 

Umgeschneiderte  Garderoben aus der Skf-Kleiderkammer präsentieren (v.l.) Gabriele Andresen,  Gerda Hänsel (SkF),  Ulrike Richter (Fabi), Kursteilnehmerin Inge Strieben und Anette Müller vom Fachdienst Soziales der Stadt Ibbenbüren. Foto:  Klaus Rotte

Das Projekt sei nicht mit der heißen Nadel genäht, sondern habe  "viele  gute Ansätze" gebracht. Nicht auszuschließen daher, dass der SkF   die Beschäftigungsinitiative  wiederholt. Frauen konnten ein Vierteljahr lang im Nähraum der Fabi  handwerkliche Fähigkeiten weiterentwickeln   oder erst erwerben. Eine wichtige Erfahrung war die Teamarbeit  trotz  großer   Altersunterschiede und unterschiedlicher Nationalitäten,   hebt Anette Müller vom Fachdienst Soziales der Stadt hervor.  Am Ende des Projekts steht kein Zertifikat oder der Abschluss  zur Änderungsschneiderin: Die  erworbenen Fertigkeiten können eher im häuslichen Bereich eingesetzt werden, auch um das Familienbudget  zu schonen. Sie können aber auch ein Anstoß zur Weiterqualifizierung sein, weiß Anette Richter.

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung Beilage 50plus am 3. Juni 2008

„Guten Tag, Frau EsKaEff!“

Ursula Vosse (68) arbeitet seit 25 Jahren ehrenamtlich in der Kleiderkammer in der Alten Honigfabrik

Ursula Vosse ist 68 Jahre alt und seit drei Jahren verwitwet. Die Mutter von drei Kindern und Oma von fünf Enkeln  ist gelernte Verkäuferin. Für ihren Job bekommt die Ibbenbürenerin allerdings kein Geld: Seit 25 Jahren arbeitet sie ehrenamtlich in der Kleiderkammer. Diese Einrichtung des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) ist seit rund 25 Jahren in der Alten  Honigfabrik untergebracht. Der Kleiderkorb gründete sich 1982 aus einer Gruppe von ehrenamtlich tätigen  Frauen aus verschiedenen Pfarreien im Dekanat Ibbenbüren in Zusammenarbeit mit dem SkF, um eine Tauschzentrale für Baby-Sachen zu eröffnen. Damals war dieser Dienst im Keller des Caritasverbandes untergebracht. Der Babykorb war seinerzeit 14-tägig geöffnet und die Bevölkerung wurde aufgerufen, gut erhaltene Kleidung für finanziell Schlechtergestellte dort abzugeben. Aus diesen Anfängen und dem unermüdlichen Einsatz von Ehrenamtlichen entstand der heutige Kleiderkorb, auch Kleiderkammer genannt. Das Angebot wurde erweitert und wird besonders von alten Menschen und kinderreichen Familien mit begrenzten finanziellen Mitteln in Anspruch genommen. Der Kleiderkorb steht jedoch allen Mitbürgern offen. An den Öffnungstagen kommen rund  100 bis 130 Personen, um sich mit gut erhaltener Kleidung, Schuhen und Kinderausstattung einzudecken.   Elke Lutterberg sprach mit Ursula Vosse über die Entwicklung der Kleiderkammer, über die Zusammenarbeit der  Frauen und den Wandel der Kundschaft.

Wie sind Sie zum Ehrenamt gekommen?

Vosse: Ich war bereits  in der kfd St. Mauritius, dort wurden wir von Ella Kipp angesprochen. Ich habe mich erst ein wenig gewehrt, aber Ella meinte: Das kannst du wohl! Und jetzt bin ich seit 25 Jahren dabei.  Als mein Mann vor drei Jahren starb, hat mir das Ehrenamt sehr geholfen. Alle 14 Tage bin ich hier nachmittags von 14.30 bis 16.30 Uhr. Wenn man was zu tun hat, lässt man sich nicht so schnell hängen. 

Wie war es damals?

Vosse: Anders als heute. Es war Stress pur. Dienstags vor Öffnung  standen bereits 25 Leute vor der Tür. Wir hatten Türsteher, die die Leute schubweise reinließen. Das war ein Gedrängel.

Seit 25 Jahren arbeitet Ursula Vosse in der    Kleiderkammer des SkF.

Foto: Elke Lutterberg

Wie ist es heute?

Vosse: Heute ist es für die Mitarbeiter leichter geworden.     Seit etwa zwei Monaten wird die gebrauchte  Kleidung  von ‘Brückenjobber‘ vorsortiert. Die Kleidung wird hier säckeweise angeliefert, was Müll ist wird aussortiert. Manche geben Kleidung ab, als wenn sie sie gerade ausgezogen  und dann einfach in die Säcke gestopft hätten. Manche geben gebrauchte, ungewaschene Unterwäsche ab. Die Arbeit war nicht immer einfach, manchmal auch mit Ekel verbunden. Die meisten der gespendeten Waren sind aber in einem einwandfreien, tragbaren Zustand.     Auf der anderen Seite macht uns die Arbeit Freude, wir Frauen verstehen uns alle sehr gut. Hier gab es  in all den Jahren noch nie Ärger. Mit den Kunden kommt das auch nur ganz ganz selten  vor. Ich hatte schon mal Leute, die wollten nicht zahlen, manche haben etwas gestohlen, einige werden   sogar mal  frech.  Mir wurden auch schon mal Schläge angedroht, da hat man dann schon Angst auf dem Nachhauseweg. Überwiegend aber sind die Leute freundlich und  dankbar. Sonst würde ich das auch gar nicht machen.

Was war ein besonders unschönes Erlebnis?

Vosse: Einmal musste ich jemanden des Ladens verweisen. Die Person hatte gestohlen, und als ich sie darauf ansprach, wurde sie noch rotzfrech.

Und besonders schön?

Vosse: Die Kinder, die früher in der Alten Honigfabrik gewohnt haben und häufig mit ihren Müttern hier waren, sind mittlerweile erwachsen und kommen mit ihren eigenen Kindern vorbei. Man spürt, dass sie sich integrieren. Früher ist es mir bei einem Gang durch die Stadt häufiger passiert, dass die Kinder riefen: „Oh,  guten Tag Frau EsKaEff!“

Was gibt es in der Kleiderkammer zu kaufen?

Vosse: Alles, von Socken bis zum Brautkleid, Unterwäsche, Bettwäsche, Blusen, Hosen, Kleider, Gartenauflagen, Babysachen, Decken, Gardinen, Kissen, Kinderwagen, Maxi-Cosi, Koffer, Taschen, Hüte, Trainingsanzüge,  Gürtel, Tornister – alles eben. Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt. Es gibt auch Kunden, die kaufen nur die gestickten und bestickten Dinge, was vermuten lässt, dass sie sie auf dem Flohmarkt verkaufen.

Welche Klientel kommt zu Ihnen?

Vosse: Früher war der Anteil an Ausländern bedeutend höher. Heute kommen auch viele Deutsche. Die Zeit hat sich geändert. Viele Hiesige kommen mittlerweile, was auch zeigt, dass  unter den Deutschen die Armut größer wird. Unsere Kunden kommen aus Ibbenbüren, aber auch aus den   Nachbarstädten.

Hat sich das Kaufverhalten verändert?

Vosse: Der Andrang ist nicht mehr so groß, wie er schon mal war. Es wird  auch nicht mehr alles genommen. Die Ansprüche sind höher. Wenn  ein Knopf fehlt oder der Saum nur einen Zentimeter weit offen ist, wird nicht mehr gekauft.  Mittlerweile gibt es ein Projekt "anziehend" in Kooperation mit der Familienbildungsstätte und dem Fachdienst Soziales. Dort peppen Brückenjobberinnen gemeinsam mit Ehrenamtlichen des SkF unter der Leitung einer Schneidermeisterin in den Räumen der Fabi Kleidungsstücke aus der Kleiderkammer auf. Das heißt, sie nähen einzelne Kleidungsstücke um, sie verwerten Materialien neu, arbeiten Taschen aus gespendeten Stoffen.  In Zukunft solle es eine Gruppe geben, die Kleidung in kleinen Dingen ausbessert oder Knöpfe annäht, um noch mehr verwerten zu können. 

Gibt es Ladenhüter?

Vosse: Wir räumen  zwei Mal im Jahr um. Sommer- und Winterkleidung. Wie lange jedes einzelne Teil hängt, weiß man da nicht. Aber eine Kollegin sagt schon mal: „Raus mit den Klamotten“. Wir haben aber wirklich ein  gutes Angebot, oft auch schicke Abendkleider und Anzüge.

Gibt es Gelegenheit, die Kleider anzuprobieren?

Vosse: Es gibt Umkleidekabinen. Aber demnächst wird umgebaut. Das „Sozialkaufhaus“ ist in Planung. Wir werden auf alle Fälle weniger Platz bekommen. Mal sehen, wie wir damit klarkommen.

Was passiert mit Dingen, die nicht gekauft werden?

Vosse: Was wir nicht brauchen, wird nochmal sortiert. Diese Dinge gehen dann nach Bethel. Aus unbrauchbarer Kleidung werden  Putzlappen.

Wie stark ist  die Gruppe der Kleiderkammer?

Vosse: Wir sind rund 40 Damen, die sich den Dienst teilen. Montags wird von 9 bis 11 Uhr sortiert. Geöffnet hat die Kleiderkammer immer dienstags von  9 bis 11 Uhr und 14.30 bis 16.30 Uhr. Donnerstags haben wir von 9 bis 11 Uhr geöffnet.

Warum ist Ehrenamt so wichtig?

Vosse: Ohne Ehrenamtliche läuft vieles nicht.  Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe und gibt persönliche Zufriedenheit und Anerkennung. Durch die Ehrenämter kommt man raus, das ist auch so ein bisschen Kontaktpflege. Als Dankeschön seitens des SkF gibt es eine Tagesfahrt im Sommer, wir werden im Advent eingeladen und im vergangenen Jahr waren wir zu Besuch im Landtag.

Ist der Dienst in der Kleiderkammer ihr einziges Ehrenamt?

Vosse: Ich arbeite monatsweise im AWO-Krankenhausbesuchsdienst. Außerdem bin ich seit mehr als 30 Jahren in der kfd St. Mauritius, wo ich die Zeitschrift Frau & Mutter austrage.

Informationen  bei  Gabriele Andresen, Telefon: 0 54 51 / 96 86 14.

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

 

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Fortbildungen für rechtliche Betreuerinnen und Betreuer

I. Veranstaltungsreihe im Jahr 2008 mit drei Vorträgen

 

Ein vielfältiges Fortbildungsprogramm bieten die Betreuungsvereine im Kreis Steinfurt für ehrenamtliche rechtliche Betreuer/innen. Mit den Fortbildungsveranstaltungen im ersten Halbjahr 2008 wollen die Betreuungsvereine des Caritasverbandes Rheine e.V., des Caritasverbandes für das Dekanat Steinfurt e.V., des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. in Ibbenbüren und der Diakonie Tecklenburg e.V. ehrenamtliche rechtliche Betreuer/innen aus dem Kreis Steinfurt bei ihrer Arbeit unterstützen.

Der Sozialdienste katholischer Frauen e.V. bietet eine Veranstaltung zum Thema  „Die Bestattung meines Betreuten“ an. Diese Informationsveranstaltung wird sich mit  den Fragen „Darf ich mich in meiner Funktion als rechtlicher Betreuer um die Bestattung kümmern?“ und „Welche Kosten entstehen bei den verschiedenen Formen der Bestattungen?“ sowie mit vielen mehr beschäftigen. Referenten werden sein Herr Hackmann und Herr Mannefeld, Bestattungsunternehmer aus Ibbenbüren, Herr Hatke als Mitarbeiter des Sozialamtes des Kreises Steinfurt sowie ein/e Mitarbeiter/in des Fachdienstes Recht und Ordnung der Stadt Ibbenbüren. Diese Veranstaltung findet am 15.04.2008 um 19.30 Uhr in den Räumlichkeiten des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V., Oststr. 39 in Ibbenbüren statt. Anmeldungen unter der Telefonnummer 05451/ 9686-0.

Am Dienstag, den 20.05.2008 lädt der Caritasverband Steinfurt e.V. zur Fortbildung  „Palliativpflege – Begleitung auf dem letzten Lebensweg“ um 19.30 Uhr ins Edith-Stein-Haus, Billerbeckerstr. 30 in Altenberge ein. Referieren wird die Leiterin der Sozialstation der Domus Caritas gGmbH und examinierte Pflegefachkraft Annegret Greive. Das Ziel von Palliativpflege ist die Erreichung der bestmöglichen Lebens-qualität für Patienten und ihre Familien. In dieser Veranstaltung werden Sie informiert über die Möglichkeiten der Palliativpflege. Anmeldungen nimmt der Caritasverband unter der Telefonnummer 02552/ 706-0 entgegen.

Schließlich plant der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ibbenbüren am 03.06.2008 eine Informationsveranstaltung  zum Thema „Patientenverfügung“. In den Räumlichkeiten des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V., Oststr. 39 in Ibbenbüren  wird Frau Hohenhaus, Mitglied im Vorstand des Hospiz Ibbenbüren e. V. um 19.30 Uhr als Referentin zu Verfügung stehen und sich mit den Fragen „Kann mein zu Betreuender eine Patientenverfügung aufsetzen? Oder Kann ich für meine betreute Person eine Patientenverfügung erstellen?“, Wie wird eine Patientenverfügung aufgesetzt?“ sowie „Wie wird die Patientenverfügung in der Praxis von den behandelnden Ärzten gehandhabt?“ beschäftigen. Anmeldungen unter der Telefonnummer 05454/ 9686-0.

Neben den ehrenamtlichen rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer sind auch Interessierte herzlich willkommen.

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 09.04.2008

Sieben Wochen ohne Süßes fielen nicht leicht

Kindergartenkinder spenden für die Suppenküche des SkF

 

 

 

-bst-  Ibbenbüren. In der Fastenzeit verzichten viele Menschen auf Dinge, die ihnen normalerweise im Alltag zu liebgewonnen Gewohnheiten geworden sind, sei es das Fernsehen oder das Glas Rotwein am Abend. In der „Regenbogengruppe“ des Familienzentrums St. Ludwig in Ibbenbüren haben die Erzieherinnen über diesen Verzicht gesprochen.

Die Kinder, zwischen drei und sechs Jahre alt, haben sich spontan dazu entschlossen, in den Wochen bis zum Osterfest keine Süßigkeiten zu essen und diese in der Gruppe zu sammeln. Das war ihnen nicht leicht gefallen, wie sie zugaben. Eine ordentlich große Kiste wurde mit Bonbons, Waffeln, Schokoladen-Osterhasen und Marzipaneiern gefüllt.

Die Sachen nach Beendigung der Fastenwochen selbst aufzuessen, kam natürlich nicht in Frage. Die Kinder wollten alles für ärmere Menschen spenden, die kein Geld haben, um Süßigkeiten zu kaufen. Die Erzieherinnen hörten sich um und erfuhren, dass in der Suppenküche des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in der Alten Honigfabrik jeden Montag und Dienstag eine Mahlzeit an Bedürftige, darunter auch Kinder, ausgegeben wird.

Am Dienstagmorgen brachten sie deshalb den Mitarbeiterinnen der Suppenküche ihre Süßigkeiten-Kiste. Jasmin hatte dazu ein lachendes „Haus mit Herz“ gemalt, das sicher demnächst die Wand über dem Esstisch in dem kleinen Raum schmücken wird. Demnächst können neben der heißen Suppe als Nachtisch Schokolade und Bonbons verteilt werden. Die Besucher erfuhren aber auch, dass es für viele, die zum Essen kommen, wichtig ist, andere Leute zu treffen und miteinander zu reden. Gabriele Andresen überreichte den Regenbogenkindern als Geschenk eine Suppenkelle und einen Gutschein für das „Haushaltslädchen“ des SkF. Dort gibt es viele nützliche Dinge zu kaufen, die das Familienzentrum St. Ludwig sicher gut gebrauchen kann.

In der Suppenküche des SkF verteilen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen jeden Montag und Dienstag ab 11 Uhr für 50 Cent eine warme Mahlzeit.

 

 

Die Regenbogengruppe des Familienzentrums St. Ludwig spendete der Suppenküche des SkF eine Kiste voller Süßigkeiten, über die sich Heidi Krusemeyer (hinten 2.v.r.) sehr freute. Die Kinder wurden von Praktikant Michael Hecht (li.) und den Erzieherinnen Karin Kalmer (hi. li.) und Martina Pohl (hi. re.) begleitet. Foto:  Brigitte Striehn

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 07.04.2008

 

 

Omas und Opas dringend gesucht

Projekt „Wunschgroßeltern – die leih ich mir!“ läuft gut – 15 Familien suchen Familienanschluss

 

 

Ibbenbüren.  Es gibt Familien, die suchen nach einer Oma oder einem Opa für ihre Kinder, weil die leiblichen Großeltern schon gestorben sind oder weit entfernt wohnen. Es gibt aber auch Männer und Frauen gesetzteren Alters, die Kinder als Bereicherung empfinden und gern so etwas wie Opa oder Oma sein möchten. Das Projekt „Omapa – Wunschgroßeltern – die leih‘ ich mir“ kommt beiden entgegen. Vermittelt werden diese von der Freiwilligenbörse Kiste. Sabine Plake sprach mit den  Koordinatoren Hajo Herwig,  Edith Plegge und Franz Dühnen sowie Wunschoma Ingrid Deitmaring.

Das Projekt gibt es nun seit zwei Jahren. Wie ist Ihre Bilanz?

Herwig: Toll. Wir haben Familien, die wirklich händeringend Omas und Opas suchen. Mittlerweile sind es etwa 20 Familien, die suchen. In sieben Familien haben wir erfolgreich Omas und Opas vermittelt. Unser Problem ist, dass wir zu wenige ältere Menschen finden, die gerne Wunschoma oder -opa werden wollen. Dühnen: Das liegt auch daran, dass viele ihre Eltern oder Schwiegereltern pflegen, oder bereits in Sport- oder anderen Vereinen ehrenamtlich aktiv sind.

Warum suchen Familien Großeltern?

Herwig: Sie möchten ein soziales Netz knüpfen. Es geht nicht darum, billige Dienste zu leisten. Sondern sie haben eine ganz genaue Vorstellung  von Oma und Opa. Sie suchen nach einer Bereicherung des Familienlebens.Deitmaring: Sie suchen Menschen, die die Kinder lieb haben, Zeit haben, Verständnis. Dühnen: Allerdings soll das  keine Einbahnstraße sein. Natürlich sollen die Kinder auch den Großeltern zum Beispiel zum Geburtstag gratulieren. Oder man verbringt zusammen Weihnachten. Es geht schon um die Integration in die Familie.

Herr Herwig, Sie sind Wunsch-Opa. Was heißt das?

Herwig: Meine Familie hat eine Tochter und einen Sohn,  vier und fünf Jahre. Die hopsen schon vor Freude an der Tür, wenn ich sie besuche. Das tut mir schon sehr gut, dass da jemand ist, der sich freut, dass es mich gibt.   Dann nehmen  mich   die Kinder mit. Die wissen schon ganz genau, was sie mit dem Opa machen wollen. Manchmal mache auch ich Vorschläge, zum Beispiel waren wir vor Kurzem schwimmen. Oder ich sitze einfach im Spielzimmer und schaue zu.  Es gibt einige Dinge, für die  Eltern weniger Zeit und manchmal auch weniger Nerven haben. Großeltern sind in vielerlei Hinsicht anders, gelassener.

Deitmaring: Wenn ich meine beiden „Enkel“ treffe, haben wir volles Programm. Wir gehen spazieren, ich lese vor, ich bin manchmal dabei, wenn sie ihre Hausaufgaben machen, ich gehe mit zum Voltigieren. Kinder haben da genaue Vorstellungen.

Freuen sich über den Erfolg von „Omapa – Wunschgroßeltern – die leih‘ ich mir“ und suchen noch händeringend nach Omas und Opas (v.l.) Hajo Herwig, Ingrid Deitmaring, Edith Plegge und Franz Dühnen.

Foto: Sabine Plake

Warum machen Sie mit, was ziehen sie aus dem Projekt für einen  Nutzen?

Deitmaring: Es ist toll, wenn nicht nur die Enkel sich freuen, wenn man kommt. Dass da jemand ist, der sich um einen kümmert, der fragt: Geht‘s dir gut. Und von den Kindern kann man eine Menge lernen. Die geben einem so viel. Es ist auch schön, wenn die Kleinen einen in den Arm nehmen. Herwig: Die Chemie zu der Familie und den Kindern  muss natürlich stimmen.  Aber eigentlich sollten wir uns nicht von den normalen Opas oder Omas unterscheiden. 

Wie oft sehen Sie ihre „Enkel“?

Herwig: Das ist ganz unterschiedlich. Wir treffen uns ein Mal die Woche. Wenn die Eltern mal etwas vorhaben, dann komme ich, wenn ich kann.  Deitmaring: Ich sehe die beiden Kinder zwei bis drei Mal die Woche. Außerdem telefonieren wir jeden Tag. Die  Kinder rufen an. Das ist  toll. Herwig: Wir hören oft, dass für Kinder im Vor- und im Grundschulalter Großeltern eine große Rolle spielen. Später, wenn sie Teenager sind, ist das nicht mehr so. Das sind die Großeltern eher zahlende Familienmitglieder. 

Sie erarbeiten gerade eine Internet-Seite. Warum?

Deitmaring: Damit man uns auch dort findet. Ich habe lange nach solch einer Aufgabe gesucht. Auf der Suche im Internet bekam ich unter dem  Begriff Wunschgroßeltern ein Angebot aus Dorsten. Wir müssen uns einfach bekannter machen. Man soll uns finden.

Was wird dort zu lesen sein?

Deitmaring: Das Konzept und die Idee werden vorgestellt, die Voraussetzungen, Fotos und Berichte von Familien und Wunsch-Großeltern, Kontakt und Ansprechpartner sowie die rechtliche Seite.

Was müssen Wunsch-Großeltern  und Familien an Voraussetzungen mitbringen?

Dühnen: Beide füllen einen von uns erarbeiteten Fragebogen aus, in denen solche Sachen stehen wie Raucher oder Nichtraucher, Familien mit Tieren erwünscht oder nicht, wie viele Kinder, wie alt und vieles mehr. Durch das Ausfüllen bekommen wir Anhaltspunkte, wer zu wem passt. Da werden auch Wünsche geäußert.  Zum Beispiel hatten wir vor Kurzem einen Jungen, der sich einen Opa wünschte, der Fußball mit ihm spielt. Und wir hatten auch schon mal eine Oma, die nicht unbedingt Kinder mit Fußballinteressen haben wollte, weil sie Fußball hasst.

Gibt es auch rechtliche Voraussetzungen?

Herwig: Wunsch-Großeltern müssen, so wie Tagesmütter, haftpflichtversichert sein wegen der Aufsichtspflicht bei Kindern. Dazu bedarf es eines kurzen Gesprächs mit seinem Versicherer. Das ist das Wichtigste,  aber ganz einfach – wir haben da  einen Zettel vorbereitet.

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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20jähriges Dienstjubiläum von Herrn Jürgen Brinkmann

 

 

Herr Jürgen Brinkmann, Leiter der Möbelkammer,  feierte am 06.02.2008 sein 20jähriges Dienstjubiläum im Sozialdienst katholischer Frauen.

Herr Ludger Börgermann übereichte ihm in seiner Funktion als Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen e. V. Ibbenbüren einen Blumenstrauß zum Jubiläum.

Foto: Ludger Börgermann (links) und Jürgen Brinkmann (rechts)

 

 

 

 

 

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Keller HCW unterstützt die Ibbenbürener Tafel

 

 

Wie bereits berichtet sind bei einem internen Doppelkopfturnier der Firma Keller HCW Anfang Januar 2008 mehr als 170 € erspielt worden. Dieser Betrag wurde von der Geschäftleitung der Firma Keller HCW auf 600 € erhöht.

Das Geld sollte nun für einen guten Zweck gespendet werden, wobei in diesem Fall die Ibbenbürener Tafel auserwählt wurde.

Die Ibbenbürener Tafel gibt es seit dem 26. November 2006. Zur Zeit versorgen 25 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 900 bedürftige Personen mit Nahrungsmitteln. Die Zahl der bedürftigen Personen steigt wöchentlich an.

In Form eines Schecks übergab Marketing & PR Leiter Wolfgang Brunk die Spende an den Geschäftsführer des SKF e.V. Herrn Ludger Börgermann.

Wolfgang Brunk, Marketing & PR Leiter der Firma Keller HCW überreicht die Spende an Herrn Ludger Börgermann, Geschäftsführer des SKF e.V. (1. u. 2. v.l.) zur Freude der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter.

 

 

 

 

 

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Artikel aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 23.02.2008

 

 

 

Kundenzahl nimmt zu

Im Sozialkaufhaus soll mit dem Umbau der Service verbessert werden

 

 

 

Ibbenbüren. Ludger Börgermann ist Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), der unter anderem das Sozialkaufhaus in der „Alten Honigfabrik“ betreibt. Der gelernte Industriekaufmann holte auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabitur nach und studierte an der Katholischen Fachhochschule in Münster Sozialarbeit. Anschließend war er im Jugendamt der Stadt Münster, bei der Stadt Ibbenbüren und im hiesigen Jugendamt tätig. Seit 1992 führt der Riesenbecker die Geschicke des SkF. Anke Beiing sprach mit ihm über die Kundschaft des Sozialkaufhauses, den geplanten Umbau und die soziale Situation in Ibbenbüren und den umliegenden Orten.

Wer kauft im Sozialkaufhaus ein?

Börgermann: Man kann das nicht eindeutig festlegen.  Es ist die ganze Bandbreite da. Es sind  Menschen, die aus der Kleiderkammer eine Zusatzkleidung für ihre Kinder benötigen, es sind Familien, es sind Alleinerziehende, es sind  Menschen, die wenig Geld haben und über diesen Bereich hier ihr Haushaltsbudget entlasten.    Wir haben sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund  aber auch Rentner mit kleinem Einkommen und  Familien mit vielen Kindern.

 

Wie schätzen Sie den Bedarf ein?

Börgermann: Das Sozialkaufhaus ist nicht nur für Ibbenbüren, sondern auch für die umliegenden Orte. Dadurch ist der Personenkreis und damit der Bedarf groß genug für unser Angebot.

Wie hat sich die Nachfrage in den vergangenen Jahren entwickelt?

Börgermann: Wir haben den Eindruck, dass die Anzahl der Kunden wesentlich größer geworden ist. Gerade weil von der Sozialhilfe der ganze Bereich der Neuanschaffungen nicht mehr mit finanziert wird, sondern von den Hilfeempfängern eingespart werden muss. Die Einmalhilfen sind weggefallen. Da bieten wir mit unserem Angebot in den verschiedenen Bereichen eine gute Möglichkeit, gut erhaltene gebrauchte Gegenstände und teilweise  auch neue Sachen günstig zu erwerben.

Welche Rückschlüsse lässt die steigende Nachfrage  auf die soziale Lage in der Region zu?

 

 

Ludger Börgermann leitet seit 1992 die finanziellen Geschicke des SkF.

Foto: SKF

Börgermann: Wir müssen hier gerade  bei der Personengruppe der älteren Menschen von einer versteckten Armut sprechen. Die wird besonders dann deutlich, wenn sich Leute zusätzlich einkleiden. Das heißt, wenn sie ihren guten, teuren Mantel lieber in den Schrank hängen und sich einen gebrauchten, aber gut erhaltenen bei uns kaufen. Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen haben auch festgestellt, dass viele Eltern ihre Kinder nach der Schule umziehen. Dann ziehen sie ihnen gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung an. Das ist schon ein Hinweis darauf, dass gerade ältere Menschen und Familien mit Kindern einen zunehmend größeren Bedarf haben. Das ist gerade in den vergangenen fünf bis zehn Jahren zu sehen. Früher hatten wir einen sehr großen Anteil von Migranten, die unser Sozialkaufhaus nutzten. Heute haben wir eine  Mischung aus Deutschen und Migranten.

Welchen Stellenwert hat das Sozialkaufhaus für den SkF?

Börgermann: Die praktischen Hilfen, die der SkF seit gut 20 Jahren  anbietet, sind feste Anlaufstellen für Menschen mit geringem Einkommen. Der Stellenwert ist daher sehr hoch. Der SkF wurde 1927 gegründet, um Menschen in ihrem Alltagsleben zu helfen. Der SkF hat seinen Ursprung in der St.-Mauritius-Pfarrei als Nähstube. Dort konnten Frauen Nähen lernen, um ihre Familienausgaben zu reduzieren.   Das ist die einzige Möglichkeit für Menschen mit geringem Einkommen, sich in dem teuren Leben in Deutschland zurechtzufinden.

Wie ist der SkF strukturiert?

Börgermann: Wir sind ein eigenständiger Verband mit fünf Vorstandsdamen, die über die Entwicklung entscheiden. Wir suchen immer die Verbindung von Hauptamt und Ehrenamt. Auch die Ehrenamtlichen und Brückenjobber im Sozialkaufhaus werden von einer Sozialarbeiterin unterstützt.  Die Arbeit innerhalb des SkF ist bereichsübergreifend eng  vernetzt. Zusätzlich kooperiert der Sozialdienst  mit anderen Trägern.  Wir arbeiten beispielsweise mit der Handwerkskammer und den Caritas-Werkstätten in Rheine zusammen. Über diese Partner können sich unsere Brückenjobber weiter qualifizieren. Diese Dinge über das Sozialkaufhaus hinaus müssen wir auch noch stärker vernetzen. Wir können das nicht alles selbst machen. Für mich ist der Ort, an dem wir sitzen wichtig. Er liegt in der Mitte der Stadt. Wer zu uns kommt, versteckt sich nicht, weil er weniger Geld hat. Er kann immer gesehen werden. Das ist ein Stück weit unsere Ideologie. Unsere Kunden sind Menschen aus unserer Mitte.

Was wird sich organisatorisch mit dem Umbau verändern?

Börgermann: Wir werden die Öffnungszeiten erweitern und zu den Ehrenamtlichen, die bisher allein diese Arbeit getragen haben, zusätzliche Brückenjobber einsetzen, die  dadurch eine weitere Qualifizierung erreichen  können. Damit verbessern sie ihre Chancen auf dem normalen Arbeitsmarkt  und können sich wieder an einen geregelten Arbeitstag gewöhnen.

Werden Sie auch neue Stellen schaffen?

Börgermann: Es wird insgesamt bei dieser Grundlage von 45 Stellen bleiben, dennoch werden sich die Gesichter immer wieder ändern. Sie alle werden dem Haus zusammen mit den Ehrenamtlichen einen neuen Charakter verleihen. Ihre Befriedigung und Motivation liegt in einem sinnvollen und produktiven Arbeitstag.

Wie finanziert sich das Sozialkaufhaus?

Börgermann:  Die Kosten  des Umbaus können wir aus unseren Einnahmen und kleinen Überschüssen nicht erwirtschaften. Daher haben wir  einen Zuschussantrag an die Stadt gestellt (Platz für: hat geklappt, oder hat nicht geklappt). Ansonsten werden die gesamten Kosten wie Strom, Licht und Wasser, Personalkosten und die Unterhaltung der Fahrzeuge aus den Einnahmen finanziert. Es bleiben kleine Überschüsse, die  durch die zur Verfügung gestellte Arbeitskraft der Ehrenamtlichen erwirtschaftet werden.  Die Überschüsse  gehen zunächst in die Sicherung der Arbeitsplätze. Es  werden auch  Anschubfinanzierungen für Familien in finanziellen Notlagen unternommen, Zuschüsse zu den Zivildienstleistungen erbracht und neue Projekte des SkF finanziert, wie zum Beispiel die Tafel.  Wir sind an dieser Stelle ein rein wirtschaftliches Unternehmen, das aber sozial tätig ist.

 

 

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

 

 

 

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 Artikel aus der Münsterländischen Volkszeitung vom 11.01.2008

 "Umgang mit Geld kann man richtig lernen"

 Westerkappeln. Teuere Handyverträge, immer aktuellsten PC-Spiele oder den neuesten MP3-Player oder einfach der zu sorglose Umgang mit Geld führen für immer mehr Jugendliche in die Schuldenfalle. Deshalb bietet der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Kooperation mit dem Landesministerium für Verbraucherschutz ein Präventionsangebot der Schuldnerberatung in Schulen an.

Gestern war Diplom-Sozialarbeiterin Barbara Kurlemann, Schuldnerberaterin beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Ibbenbüren zu Gast in der Hauptschule in Westerkappeln, um mit den beiden neunten Klassen über Geld und Schulden zu sprechen.

Die Referentin zeigte den Jugendlichen den authentischen Film „Hoppla, was kostet die Welt“. Da geht es um einen jungen Mann, bei dem sich mit der Zeit immer mehr Schulden anhäuften, bis er im Briefkasten nur noch Rechnungen und Mahnungen fand. „Was hat Rafael denn falsch gemacht?“, fragte die Schuldnerberaterin nach dem Film in die Runde.

Schnell heben sich die Hände der Schüler. „Er hat sich ein viel zu teures Auto gekauft“, sagt ein Junge. „Er hat schon den Gesellenlohn verplant, den er noch gar nicht hatte“, hatte ein anderer beobachtet. Die Jugendlichen analysieren genau das Fehlverhalten und erarbeiten so, worauf man beim Umgang mit Geld achten sollte.

Barbara Kurlemann hat zudem noch wertvolle Tipps, wie man Geld sparen kann. „Bei Versicherungen sollte man sich nicht gleich etwas aufschwatzen lassen. Unabhängige Beratung, welche Versicherung man wirklich braucht, erhält man zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale Rheine.“ Zudem zeigte die Mitarbeiterin des SkF, dass man beim Kauf eines Autos auch an die Folgekosten, wie Benzin, Versicherung, Wertverlust und mögliche Reparaturen denken sollte. „Auch wenn man in eine eigene Wohnung zieht, sollte man bedenken, dass man zur Kaltmiete auch noch Strom- und Heizkosten, sowie Müll und GEZ-Gebühren hinzukommen.“

Anschließend verteilte die Schuldnerberaterin einige Lebensmittel des täglichen Bedarfs auf dem Boden. Die Jugendlichen sollten dann schätzen, was Margarine, Nutella, Reis oder Multisaft kosten und den Artikeln Preisschilder zuordnen. Dabei verwies die Referentin darauf, dass No-Name-Produkte oft um ein vielfaches günstiger seien, deshalb aber nicht schlechter schmecken müssten, wie meist teuere Markenware.

Lehrer Michael Maßbaum ist begeistert von der Schuldnerberatung: „Die Jugendlichen sollen doch fürs Leben lernen. Da ist das hier die beste Gelegenheit.“ (von Daniela Lepper)

Wir danken der Münsterländischen Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

Schuldnerberaterin Barbara Kurlemann verteilt Lebensmittel des täglichen Bedarfs auf dem Boden, deren Preise die Jugendlichen schätzen sollen.

Foto: Daniela Lepper

 

 

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